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Matthias Knoche (Die Grünen)

Kandidat privat Matthias Knoche (Die Grünen)

Im Fragebogen der OP beantworten die Direktkandidaten Fragen zu ihren ganz persönlichen Vorlieben und Abneigungen, ihren beruflichen und politischen Zielen.

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Was bedeutet für Sie Glück?
Sonntagmorgen. Kaffee im Bett. Sonne scheint durch das Fenster. Alles ist still und ruhig. Kleines Glück ist für mich, wenn mal die Zeit verloren geht.

Was macht Ihnen Angst?
Was sollte mir Angst machen? Es gibt persönliche oder berufliche Ereignisse, die bei mir ein mulmiges Gefühl auslösen; Angst ist das aber nicht. In unserem organisierten und vielfach abgesicherten Leben kann Angst nur durch unbeherrschbare und schicksalhafte Risiken und Ereignisse entstehen. Vielleicht als ich mit meiner Frau und vielen anderen im Dezember 2004 in Asien vor dem Tsunami auf einen Berg Schutz suchen mussten und über die Handys nur Gerüchte zu uns schwirrten, da hatte ich wohl Angst.

Warum engagieren Sie sich in der Politik?
Weil ich Einfluss nehmen will. Weil wir sehenden Auges in eine Klimakatastrophe rennen. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass es zu meiner Pflicht gehört, mich auch gegen diesen Klimawandel zu stemmen.

Ihre Stärke?
Ich glaube, dass ich ein sehr freundlicher Mensch bin, der zuhören und auch vernünftige Ratschläge geben kann. Ich habe viel Phantasie, die mir hilft, mich in die Lebenssituationen anderer Menschen, aber auch in schwierigen Themen hineinzufinden.

Ihr größter Fehler?
Wenn ich respektlos behandelt werde, mir Wissen vorenthalten oder Fakten verdreht dargelegt werden, kann ich ruppig werden.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Meine Lieblinge wechseln mit guten Büchern. Im letzten Jahr bin ich versunken in "Fortune de France" von Robert Merle. Eine wunderbare Romanfolge über die französischen Religionskriege zwischen Katholiken und Hugenotten im 16. Jahrhundert.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Nachdem mir die Glaubenskriege jenseits des Rheins so kenntnisreich geschildert wurden, lasse ich mir durch Golo Manns "Wallenstein" unseren Dreißigjährigen Krieg erklären.

Welche Musik hören Sie?
In der Musik bin ich nicht sehr festgelegt. Ich mag Jazz. Michael Jackson und Queen haben mich ein Leben lang begleitet - und von Udo Lindenberg würde ich gerne mal wieder etwas Neues hören.

Worüber können Sie lachen?
Zuletzt habe ich mich ausgeschüttet vor Lachen über die Internet-Abstimmung der OP, wo sich die Parteiaktivisten der Direktkandidaten gegenseitig bezichtigen, unsympathisch zu sein. Ich unterschreibe pro Jahr gut und gerne 250 Mietverträge. Trotzdem finden 30 Prozent, sie würden mir keinen Gebrauchtwagen abkaufen wollen. Wenn ich’s mir recht überlege, ist das gar nicht zum Lachen.

Was ödet Sie an?
Staub saugen, den Boden feucht wischen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Hausarbeit im Allgemeinen - sagt meine Frau. (Aber ich bügele für mein Leben gerne und kehre auch gewissenhaft die Straße.)

Bei welchem TV-Programm schalten Sie ab?
Kommissar Rex, ZDF-Fernsehgarten, Das Traumschiff, Spiegel-TV, Das perfekte Promi-Dinner, Richter Alexander Hold, Polizeiruf 110.

Wem drücken Sie beim Sport die Daumen?
Im Augenblick hoffe ich, dass Bayern München wieder Tritt fasst und uns viele weitere schöne Europapokalabende schenkt - gemeinsam mit den Grünen aus Bremen, die ohnehin für einen schwungvollen und intelligenten Offensivfußball stehen.

Welche historische Leistung bewundern Sie am meisten?
Gründung des Staates Israel.

Wenn Ihnen die Macht dazu gegeben wäre: Welche gesellschaftliche Entwicklung würden Sie ändern?
Die traditionelle Sozialstaatlichkeit hat mit ihrer umfassenden "Für"-sorge zu einer Reduktion von Eigenverantwortlichkeit, zu einer Entmündigung und zu einem Zurücktreten der Selbstverantwortlichkeit und Autonomie der Menschen geführt. Ich würde dagegen, wäre mir die Macht gegeben, eine schwierige Balance versuchen. Einerseits eine Risikoabsicherung durch den Staat und die Kommunen. Andererseits Hilfestrukturen und Unterstützungsleistungen, die eine autonome und selbstverantwortliche Lebensgestaltung fördern und zu keiner staatlichen Vormundschaft führen. Für mich ist eine Vielfalt von unterschiedlichen Lebensformen und deren Ermöglichung ein hoher Wert.

Wie ist Ihre gegenwärtige Verfassung?
Ausgeglichen.

Ihr Lebensmotto?
Ein für mich bestimmendes Lebensmotto habe ich nicht.

Welches Ergebnis erzielt Ihre Partei am 27. September?
Prognose um 18 Uhr: 14,2 Prozent. Vorläufiges amtliches Endergebnis: 13,9 Prozent.

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