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Zwei Kinderleichen in Brandruine entdeckt - Alle Opfer geborgen

Brände Zwei Kinderleichen in Brandruine entdeckt - Alle Opfer geborgen

Qualvolle Gewissheit: Nach der Brandtragödie mit vier Toten im nordhessischen Lichtenfels sind am Dienstag die Leichen von zwei vermissten Mädchen entdeckt worden.

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Alle Brandopfer, die im Gasthaus waren, sind nun geborgen.

Quelle: Uwe Zucchi

Lichtenfels. Die Körper der fünf und zehn Jahre alten Kinder hätten im ersten Obergeschoss des ausgebrannten Hauses in einem kleinen Zimmer nahe der Treppe gelegen, berichtete Polizeisprecher Dirk Virnich am späten Nachmittag. "Sie sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt."

Das Feuer war aus bislang unbekannter Ursache in der Nacht zum Montag in dem Fachwerkhaus ausgebrochen, in dessen Erdgeschoss ein Verwandter der Kinder eine Pizzeria betrieb. Neben den beiden Mädchen starben in dem Haus auch deren 34 und 28 Jahre alten Tanten. Ihre Leichen waren bereits am Montag geborgen worden.

Nachdem die Suche nach den Kindern am Montag wegen des Winds aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden waren, setzten die Ermittler am Dienstag ihre Arbeit fort - zunächst ohne Erfolg. Am Nachmittag gab es dann Gewissheit. "Die Suche hat jetzt einen Abschluss gefunden", sagte Virnich, nachdem die Kinder entdeckt worden waren. Die Leichen wurden nach seinen Angaben von einem Bestatter weggebracht.

In den verkohlten Trümmern des Hauses fahndeten die Beamten unterdessen weiter ohne Erfolg nach dem Auslöser der Katastrophe. Am Mittwoch werden sie ihre Arbeit nach Virnichs Angaben fortsetzen. Dann sollen auch die Leichen der toten Frauen obduziert werden. Die Ermittler erhoffen sich davon Erkenntnisse, woran sie starben.

Entgegen der ursprünglichen Planung suchten die Ermittler am Dienstag die Stockwerke ab, ohne zuvor Teile des Hausgiebels einzureißen. Am Montag waren sie noch davon ausgegangen, dass die Mauern Stück für Stück abgetragen werden müssen, damit der heftige Wind sie nicht umstürzt. Bei dem derzeitigen Wetter könnten die Fahnder das Gebäude jedoch gefahrlos begehen, erklärte Virnich.

Das Feuer im Gasthaus "Linde" war am Montagmorgen um zwei Uhr von einem Nachbarn bemerkt worden. Der 38-jährige Hausbesitzer, der die Pizzeria betrieb, konnte sich retten. In dem Gasthaus wohnten außer ihm noch seine 34 Jahre alte Ehefrau, deren 28 Jahre alte Schwester und zwei Kinder - die fünf und zehn Jahre Töchter einer dritten Schwester.

dpa

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Nach der Brandtragödie mit vier Toten im nordhessischen Lichtenfels suchen die Ermittler weiter nach der Ursache für das Feuer. "Wir haben noch keine Erkenntnisse", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

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