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Zahl der Körperverletzung durch Reizgassprays steigt

Waffen Zahl der Körperverletzung durch Reizgassprays steigt

Die Zahl der Körperverletzungen durch Reizgas-Sprays ist in Hessen deutlich gestiegen. 2016 seien es 2130 Fälle gewesen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

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Eine Frau hält ein Spray des Herstellers Walther in den Händen.

Quelle: Daniel Karmann/Archiv

Wiesbaden. 2014 waren es noch 1747. Das entspricht einem Anstieg um 22 Prozent. Besonders nach sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/2016 war der Absatz der Verteidigungssprays in die Höhe geschnellt. Selbst Drogerien und Tankstellen verkaufen seitdem Abwehrmittel. Der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) hält das für einen Grund des steigenden Missbrauchs von Reizgas. Jugendliche kämen zu leicht an das Abwehrmittel.

Für 2017 liegen noch keine Zahlen für Körperverletzungen durch Reizgas vor. Doch auch in den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Fälle. Unter anderem wurden sechs Menschen leicht verletzt, als ein Mann Reizgas am Frankfurter Flughafen versprühte. In Wiesbaden attackierte ein Rentner Weihnachtsmarktbesucher und verletzte unter anderem ein Baby. Erst kürzlich löste in Hofheim im Main-Taunus-Kreis ein Schüler einen Großeinsatz aus. Er hatte ein Verteidigungsspray in die Schule gebracht und aus Versehen freigesetzt.

dpa

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