Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Verdi fordert 6 Prozent mehr Geld für Bankbeschäftigte
Mehr Hessen Wirtschaft Verdi fordert 6 Prozent mehr Geld für Bankbeschäftigte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:38 30.11.2018
Eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und roter Trillerpfeife. Quelle: Christophe Gateau/Archiv
Berlin/Frankfurt

Neben einer besseren Bezahlung will die Gewerkschaft angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in der Branche auch mehr Weiterbildung durchsetzen. Verhandelt werden soll ab dem 15. Februar, Auftakt ist in Berlin.

"Die Spielräume bei den Banken für überfällige Verbesserungen sind vorhanden", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister am Freitag in Berlin. Die Institute investierten viel Geld in Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle. "Jetzt muss auch etwas für die Beschäftigten getan werden." Die Gewerkschaft erwarte für den angepeilten Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten auch eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat.

Meister forderte ferner sechs Gesundheits- und Entlastungstage, da der Druck auf die Bankbeschäftigten durch ständige Umstrukturierungen und Filialschließungen stark gestiegen sei. Auch sollten sie die Möglichkeit haben, Gehaltssteigerungen in Freizeit umzuwandeln.

Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen als unrealistisch zurück. Die Banken würden weiter von Niedrigzinsen, schärferer Regulierung, verändertem Kundenverhalten und teuren Investitionen in die Digitalisierung erheblich belastet, erklärte der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes. "Eine Gehaltsforderung in dieser Höhe suggeriert, dass sich das Bankgewerbe auf demselben Niveau bewegt wie gut laufende Industriebranchen. Das ist ganz offensichtlich nicht der Fall", sagte Verhandlungsführer Karl von Rohr. Die Wertschöpfung in der Finanzbranche stagniere seit Jahren, zudem sei die Bezahlung in der Branche immer noch weit überdurchschnittlich. "Der Verteilungsspielraum beim Gehalt ist sehr gering."

Der aktuelle Gehaltstarifvertrag für die privaten und öffentlichen Banken in Deutschland läuft noch bis Ende Januar 2019.

dpa

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck reagiert mit einem Stellenabbau auf anhaltenden Preisdruck im Geschäft mit Flüssigkristallen. Da Konkurrenten aus Asien dem Dax-Unternehmen bei den Produkten etwa für Smartphone-Displays zu schaffen machen, baut Merck nun 400 Stellen in der Darmstädter Zentrale ab.

30.11.2018

Die Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wegen des Verdachts auf Geldwäsche gehen weiter. Die Razzia sei am Freitag fortgesetzt worden, um weiteres Material zu sichten, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

30.11.2018

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat wie geplant Aktien bei Investoren platziert. Insgesamt seien 4,37 Millionen Papiere untergebracht worden, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

30.11.2018