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Wirtschaft K+S nimmt Produktion wieder voll auf: Werra bleibt Problem
Mehr Hessen Wirtschaft K+S nimmt Produktion wieder voll auf: Werra bleibt Problem
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13:33 28.09.2018
Rauch steigt aus Schornsteinen im K+S-Verbundwerk Werra auf. Im Hintergrund die Kali-Abraumhalde. Quelle: Uwe Zucchi/Archiv
Kassel/Philippsthal/Heringen

Nach mehrwöchiger Zwangspause hat der Dünger- und Salzkonzern K+S die Kali-Produktion an der Werra wieder hochgefahren. Die Ausfälle wegen der langen Trockenheit kosten das Unternehmen aber allein im dritten Quartal voraussichtlich rund 80 Millionen Euro, wie K+S in Kassel am Freitag mitteilte. In der Jahresprognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), die sich auf 660 bis 740 Millionen Euro beläuft, sind diese Belastungen nicht enthalten. In den kommenden Monaten dürften weitere Kosten hinzukommen, hieß es.

Die Einleitung von Produktionsrückständen in die Werra ist einer der wichtigsten Entsorgungswege für K+S. Da der Fluss zwischenzeitlich zu wenig Wasser führte, musste das Unternehmen die Produktion am Standort Wintershall Ende August stoppen. Im September fuhr K+S dann zusätzlich den Standort Hattorf herunter.

Auch wenn die Produktion ab Montag wieder voll laufen soll, bleibe die Entsorgung in der Werra weit hinter dem Normalzustand, sagte ein Sprecher. Regenfälle sorgten nur kurzzeitig für mehr Wasser im Fluss. Daher setzt der Konzern auf die Versenkung im Boden oder transportiert Abwässer per Bahn und Lastwagen ab.

Letzteren Weg habe man schon vor der Zwangspause verstärkt genutzt, sagte der Sprecher. So sei es gelungen, die vollen Stapelbecken vor Ort während des Stillstands um 40 Prozent zu leeren. Die Transporte sind indes teuer und ein Grund für die Kosten von 80 Millionen Euro.

Von der Zwangspause betroffen waren 1150 Mitarbeiter, die derweil Überstunden abbauten oder Resturlaub nahmen. Kurzarbeit habe es nicht gegeben, sei aber bei der Arbeitsagentur angezeigt worden, "falls wir es doch in den nächsten Monaten in Anspruch nehmen", sagte der Sprecher. Aus heutiger Sicht seien weitere Produktionsstillstände bis Jahresende aber unwahrscheinlich.

dpa

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