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Wirtschaft Häuser werden teurer, Bauplätze günstiger
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16:59 11.01.2019
Laut dem Gutachterausschuss für Imobilienwerte ist zu erwarten, dass die Nachfrage auf den regionalen Immobilienmärkten anhält, wenn die Zinsen niedrig bleiben (Symbolfoto). Quelle: Bernd Settnik
Marburg

Der Durchschnittspreis für ein freistehendes Einfamilienhaus - 30 Jahre alt, 140 Quadratmeter Wohnfläche, 700 Quadratmeter, mittleres Bodenpreisniveau 100 Euro pro Quadratmeter - pendelt sich in Mittelhessen bei rund 231.000 Euro ein. Dieser Referenzwert liegt mehr als drei Prozent über dem Vorjahreswert (rund 222.500 Euro), teilt der Gutachterausschuss mit.

Der aktuellen Trendmeldung zufolge sind 90 Prozent der Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind in Marburg-Biedenkopf um 7,4 Prozent gestiegen. 90 Prozent der Bodenpreise von Baugrundstücken in Wohn- und Mischgebieten sind jedoch um 8,4 Prozent gesunken. 

Die regionalen Trends in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Marburg-Biedenkopf und der Stadt Wetzlar sind unterschiedlich. Die Kaufpreise stiegen im Jahr 2018 jedoch in jedem Kreis und die Zahl der verkauften Bauplätze nahm überall ab.

Im Landkreis gehen Bauplatzverkäufe zurück

In Marburg-Biedenkopf sind die Bauplatzverkäufe um 12 Prozent zurückgegangen. Einzig im Lahn-Dill-Kreis nahmen die Bauplatzverkäufe mit fast 14 Prozent zu.

Der mittlere Bauplatzpreis lag in Mittelhessen mit 102 Euro pro Quadratmeter rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser lag bei 118 Euro pro Quadratmeter. Entstanden ist dieser Rückgang durch viele Verkäufe von Bauplätzen in ländlichen Gebieten mit niedrigem Bodenwert. Hochpreisige Bauplätze in den Kommunen rund um die Städte Marburg, Gießen und Wetzlar sind Mangelware. Die Verkaufszahlen und der Durchschnittspreis in Quadratmetern ist deshalb in Mittelhessen gesunken.

Laut dem Gutachterausschuss für Imobilienwerte, ist zu erwarten, dass die Nachfrage auf den regionalen Immobilienmärkten anhält, wenn die Zinsen niedrig bleiben.

Zwischen 80 und 90 Prozent der notariellen Kaufverträge des vergangenen Jahres wurden bereits beim Gutachterausschuss in Marburg vorgelegt. Hochrechnungen aus dieser Datenquelle für das gesamte Jahr 2018 zeigen unterschiedliche regionale Trends in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und der Stadt Wetzlar.