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Wirtschaft Deutsche Börse profitiert von Unruhe an den Märkten
Mehr Hessen Wirtschaft Deutsche Börse profitiert von Unruhe an den Märkten
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19:58 25.07.2018
Konzernchef Theodor Weimer steht im Handelssaal der Wertpapierbörse. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Eschborn

Dieser stieg zuletzt zwar deutlich, allerdings immer noch weniger stark, als Experten im Allgemeinen erwartet hatten. Die Nettoerlöse der Deutschen Börse legten im zweiten Quartal auf 687 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Eschborn bei Frankfurt berichtete. Das sind 10 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg um 19 Prozent auf unter dem Strich 210 Millionen Euro.

"Im zweiten Quartal konnten wir weiteres strukturelles und zyklisches Wachstum erzielen", sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer. Das Unternehmen liege "voll im Rahmen der Prognose" für das Gesamtjahr.

Der seit Anfang des Jahres amtierende Konzernchef Theodor Weimer hatte als Ziel ausgegeben, die Erlöse um mindestens 5 Prozent pro Jahr zu erhöhen. Der Gewinn soll um rund 10 bis 15 Prozent zulegen. Sondereffekte werden dabei jeweils ausgeklammert.

Als Glücksfall für die Deutsche Börse entpuppte sich weiterhin der von US-Präsident Donald Trump ausgelöste Handelskonflikt. Nachdem an den Finanzmärkten über einen langen Zeitraum ungewöhnliche Ruhe geherrscht hatte, schreckte Trump viele Anleger auf. Die Deutsche Börse profitiert dabei sowohl vom eigentlichen Handel mit Wertpapieren als auch von Absicherungsgeschäften.

Weimer, der zuvor Vorstandschef der Hypovereinsbank war, hatte das Ruder von Carsten Kengeter übernommen. Dieser hatte die Deutsche Börse mit der Londoner Börse verschmelzen wollen, das Vorhaben platzte aber im Frühjahr 2017. Die Aktie des Frankfurter Marktbetreibers bewegte sich am Mittwochabend nachbörslich kaum.

dpa

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