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Wirtschaft Abspaltung bei Merck: Arbeitnehmervertreter verlieren Geduld
Mehr Hessen Wirtschaft Abspaltung bei Merck: Arbeitnehmervertreter verlieren Geduld
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19:03 21.03.2018
Der neue Schriftzug des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Darmstadt

Dazu gehöre die Zusage, den möglichen Verkaufspreis nicht über Job-Interessen der Mitarbeiter zu stellen.

"Bis heute hat sich Merck nicht eindeutig erklärt. Die Monate verstreichen und es entsteht der Eindruck, dass erst verkauft und dann gesprochen werden soll", erklärte Jürgen Glaser, Bezirksleiter der IG BCE Darmstadt in einer Mitteilung. Notfalls müssten Gewerkschaft und der Betriebsrat "rechtliche Schritte einleiten", um noch rechtzeitig auf den Prozess Einfluss zu nehmen.

Merck hatte im September ankündigt, die rezeptfreien Medikamente wie Nasensprays und Vitaminpräparate abzuspalten, um sich stärker auf seine Pharmasparte zu konzentrieren. Betroffen wären weltweit rund 3800 Mitarbeiter, davon in Deutschland etwa 280.

Möglich sei ein Verkauf ganz oder in Teilen oder ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Interessenten, hatte Merck-Chef Stefan Oschmann zuletzt erklärt. Der Konzern könnte mit einem Verkauf laut Analysten rund 4 Milliarden Euro einnehmen. Jüngst hatten sich Gespräche aber verzögert, mehrere Interessenten sollen abgesprungen sein. Laut Oschmann soll eine Entscheidung im ersten Halbjahr fallen. Merck war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa

Der Versicherer Alte Leipziger-Hallesche will in das Geschäft mit der neuen Betriebsrente einsteigen. Derzeit entwickle man flexible Lösungen für die neuen Modelle und führe Gespräche mit möglichen Partnern, erklärte das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz für das Jahr 2017. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Konzern mit Sitz in Oberursel nach eigenen Angaben steigende Beitragseinnahmen und ein starkes Neugeschäft in der Lebensversicherung.

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Beim deutschen Ableger des Ferienfliegers SunExpress soll es demnächst erstmals einen Betriebsrat geben. Ein dafür notwendiger Wahlvorstand sei von Flugbegleitern und Piloten gewählt worden, teilten die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit am Mittwoch gemeinsam mit.

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Ein neues Ortungssystem für Einsatzfahrzeuge am Frankfurter Flughafen soll künftig Unfälle auf dem Roll- und Vorfeld verhindern. Die gemeinsame Entwicklung von Flughafenbetreiber Fraport und dem Fahrzeugbauer Rosenbauer zeigt den Fahrern erstmals an, wo sich die anderen Verkehrsteilnehmer befinden und mit welcher Geschwindigkeit sie sich in welche Richtung bewegen, wie eine Fraport-Sprecherin am Mittwoch erklärte.

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