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Weniger Drogentote in Hessen

Gesellschaft Weniger Drogentote in Hessen

In Hessen sind 2011 weniger Menschen an Rauschgift gestorben als im Vorjahr. Insgesamt 91 Drogentote wurden bislang gefunden, das sind 18 weniger als 2010, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Wiesbaden. „Allerdings werden da in den letzten Tagen des Jahres sicherlich noch ein paar dazu kommen", sagte LKA-Sprecher Udo Bühler. Die Tendenz der vergangenen Jahre zu etwas weniger Rauschgifttoten habe sich aber fortgesetzt – ersten Erkenntnissen zufolge auch in anderen Bundesländern. Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Berlin etwa haben bereits weniger Drogentote gemeldet.

Heroin sei die häufigste tödliche Droge, sagte Bühler. Bei den 2011 sichergestellten Rauschgiftmengen falle vor allem eine Zunahme bei Amphetaminen auf - allerdings mit Ausnahme von Ecstasy. Auch bei Cannabis verzeichneten die Ermittler einen Rückgang. Das liege aber auch daran, dass 2011 keine Profiplantage mit mehr als 1.000 Pflanzen ausgehoben worden sei.

In Hessens Drogenmetropole Frankfurt starben ebenfalls weniger Menschen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums. Der 26. Drogentote wurde am Mittwoch gemeldet. Der Frankfurter war bereits am 23. Dezember tot in seiner Wohnung im Bett gefunden worden, teilte die Polizei mit. Im Vergleichszeitraum 2010 waren 32 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Der Mann war erst 25 Jahre alt und damit deutlich jünger als die meisten Menschen, die an harten Drogen sterben. Sie seien im Schnitt 30 bis 60 Jahre alt, sagte Polizeisprecherin Isabell Neumann.

Der 25-Jährige war ersten Ermittlungen zufolge an den Folgen des Konsums von Betäubungsmitteln gestorben. Der Mann, der ursprünglich aus Bayern stammte, war der Polizei in Hessen nicht als drogenabhängig bekannt.

dpa

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