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Weiter Protest gegen Ehrung Kochs: Medaille zurückgegeben

Auszeichnungen Weiter Protest gegen Ehrung Kochs: Medaille zurückgegeben

Der Protest gegen die Ehrung des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille hält an. Der Sohn einer früheren Preisträgerin habe die höchste Auszeichnung des Landes zurückgegeben, sagte eine Sprecherin des Landtags am Dienstag.

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Roland Koch (CDU) bei der Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Die Medaille sei zusammen mit einem Brief eingegangen, in dem der Sohn der früheren Preisträgerin erkläre, sie habe nach der Ehrung Kochs "in meinem Haus keinen Platz mehr". Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" online über den Schritt berichtet.

Es handelt sich um die Auszeichnung der inzwischen verstorbenen Lucie Kurlbaum-Beyer, eine frühere SPD-Bundestagsabgeordnete, die 1986 damit geehrt worden war. "Um dem politischen Bestreben meiner Mutter gerecht zu werden, fühle ich mich zu diesem Schritt verpflichtet", schrieb ihr Sohn Knut Beyer an Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU). Kurlbaum-Beyer engagierte sich wie Wilhelm Leuschner für Gewerkschaften und Sozialdemokratie und wurde von den Nazis verfolgt.

Die Pressestelle des Landtags erklärte, sie habe Brief und Medaille an die Staatskanzlei weitergegeben. Koch hatte die Auszeichnung am 1. Dezember für sein Lebenswerk erhalten. Die Preisverleihung war von Protesten begleitet. So erklärte die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen, Kochs Name erinnere an eine schmutzige, rassistische Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft.

dpa

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