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Weihnachtsmarkt bringt Millionenumsatz

Brauchtum Weihnachtsmarkt bringt Millionenumsatz

Der Weihnachtsmarkt in der Bankenstadt Frankfurt ist nach Einschätzung des Veranstalters ein Riesengeschäft. Jeder Besucher lasse nach wissenschaftlichen Untersuchungen ungefähr 35 Euro in der Stadt, davon ein knappes Drittel direkt auf dem Markt, berichtet Chef-Organisator Thomas Feda in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

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Im Lichterglanz: der Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler

Frankfurt . Bei rund drei Millionen Besuchern entstehe so in der Stadt ein Bruttoumsatz von mehr als 100 Millionen Euro, sagt der Chef der stadteigenen Tourismus und Congress GmbH (TCF).

Bei der TCF als Veranstalterin bleibe wenig bis nichts hängen, versichert Feda. "Wir wollen da immer mit einer schwarzen Null rausgehen." Den Einnahmen von rund 500 000 Euro stünden regelmäßig ebenso hohe Ausgaben gegenüber. Am Umsatz ist die TCF nicht beteiligt, sondern kassiert lediglich Standgebühren. Die seien von der Stadtverordnetenversammlung seit 1993 nicht mehr erhöht worden. "Eine politische Entscheidung", sagt Feda.

Die Mieten für die 200 Marktstände sind entsprechend niedrig: Für den Frontmeter eines Imbiss- oder Getränkestandes muss der Betreiber nur gut 300 Euro für den gesamten Marktmonat bezahlen. Dazu kommen noch Umlagen für Werbung und Sicherheit. Entsprechend hoch ist die Nachfrage vor allem nach Glühweinständen, die den höchsten Umsatz bringen.

Die TCF achtet jedoch laut Feda auf einen vernünftigen Mix von Gastronomie, Kunsthandwerk, Süßwaren und Fahrgeschäften. "Solide langjährige Pächter mit einem guten Angebot haben gute Aussichten, auch im kommenden Jahr wieder einen Stand zu bekommen." Lediglich fünf bis zehn Prozent der Flächen würden jährlich an neue Betreiber vergeben. Die Frist für den Weihnachtsmarkt 2012 laufe bereits zum diesjährigen Marktbeginn aus. In der Spitze arbeiten bis zu 1000 Menschen gleichzeitig auf dem nach dem Besucheraufkommen zweitgrößten Weihnachtsmarkt Deutschlands.

Höhere Einnahmen erzielt die TCF nach Fedas Angaben mit dem 1997 begonnenen Export des adventlichen Marktgeschehens auf die britische Insel. Die städtische GmbH tritt dort in diesem Jahr als Marktveranstalter in den Städten Leeds, Manchester, Edinburgh und Birmingham auf, wobei meist deutsche Standbetreiber versuchen, den Briten Glühwein, Lebkuchen und gebrannte Mandeln näherzubringen. Im "Frankfurter Xmas Pub" seien regelmäßig deutsches Fassbier und Frankfurter Würstchen die Renner, die auf dem Original-Markt nur wenige Abnehmer finden würden.

Man könne in Großbritannien in Absprache mit den Partnerkommunen höhere Standgebühren erzielen als nach der Frankfurter Gebührenordnung für Vergnügungsmärkte, sagt der TCF-Chef. Genaue Zahlen will er allerdings nicht nennen. Nur so viel: Der Pionier-Weihnachtsmarkt in Frankfurts Partnerstadt Birmingham sei inzwischen mit 3,2 Millionen Besuchern größer als der Ursprungsmarkt am Main.

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