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Hessen Warnstreik der Lokführer: Massive Behinderungen in Hessen
Mehr Hessen Warnstreik der Lokführer: Massive Behinderungen in Hessen
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09:56 06.09.2014
Samstag morgen standen die Züge und S-Bahnen still. Quelle: Caroline Seidel
Frankfurt/Main

"In Frankfurt fallen rund 60 Prozent der S-Bahnen und jeder zweite Regionalzug aus", sagte der Frankfurter Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Karl de Andrade-Huber. Zudem blieben im Fernverkehr bundesweit 60 Prozent der Züge stehen. Hinzu kommen teilweise mehrstündige Verspätungen.

Die Situation wird sich so schnell nicht bessern, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Frankfurt: "Reisende müssen den ganzen Samstag mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen." Die Bahnhöfe seien zum Teil zugestellt mit Zügen. Es werde eine Weile dauern, bis sich die Lage entspannt.

Bereits am Montag hatte ein Warnstreik die Fahrpläne durcheinandergewirbelt. Die GDL will ein besseres Tarifangebot von der Bahn erzwingen. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Sie erhebt ihre Forderungen auch für Zugbegleiter und andere Beschäftigte in den Zügen.

Bahnkunden müssen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" in den nächsten Wochen mit unbefristeten Streiks rechnen. Die GDL werde voraussichtlich diese Woche entscheiden, eine Urabstimmung über reguläre Streiks abzuhalten. GDL-Sprecher Stefan Mousiol sagte demnach: "Eine Urabstimmung wird zeitnah durchgeführt."

dpa