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Waffenhändler vom Münchner Amoklauf: Urteil erwartet

Prozesse Waffenhändler vom Münchner Amoklauf: Urteil erwartet

Der Prozess gegen den Waffenbeschaffer für den Münchner Amoklauf geht nach mehr als 20 Verhandlungstagen dem Ende entgegen. Heute wird das Verfahren vor dem Landgericht München I mit weiteren Plädoyers fortgesetzt.

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Waffenhändler Philipp K. (M) steht mit seinen Anwälten im Verhandlungssaal.

Quelle: Sven Hoppe/Archiv

München/Marburg. Nach einer letzten Nebenklägerin soll die Verteidigung plädieren. Es wird erwartet, dass noch am Freitag ein Urteil gesprochen wird.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-jährigen Philipp K. aus Marburg unter anderem fahrlässige Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandel vor. Die Anklage hat sieben Jahre und zwei Monate Haft verlangt. Die bisherigen Nebenkläger forderten eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord. Nach ihrer Ansicht sprechen viele Indizien dafür, dass Philipp K. wusste, was sein junger Kunde mit der Pistole Glock 17 und mehreren Hundert Schuss Munition vorhatte. Angeklagter und Amokläufer hätten eine rechtsradikale Gesinnung geteilt.

Am 22. Juli 2016 hatte der 18-jährige David S. am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt, ehe er sich selbst tötete. Seine Opfer waren fast durchweg junge Leute mit Migrationshintergrund.

dpa

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