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Volksbund: Volkstrauertag mahnt zum Frieden

Geschichte Volksbund: Volkstrauertag mahnt zum Frieden

Der Volkstrauertag am Sonntag (13. November) ist für den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge auch nach 66 Jahren aktueller denn je.

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Der Volkstrauertag erinnert an die Kriegstoten. Symbolfoto: Patrick Seeger

Kassel. "Unsere Bundeswehrsoldaten sind im Einsatz für den Frieden und riskieren ihr Leben. Deshalb ist der Volkstrauertag nicht nur ein Gedenken an bisherige Opfer. Er mahnt zum Frieden", sagte Volksbund-Präsident Reinhard Führer in einem Interview der «Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen» (HNA) in Kassel.

Der Volksbund lässt nach eigenen Angaben pro Jahr mehr als 40 000 im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten bergen und gibt ihnen ein würdiges Grab, wie Führer sagte. "Wir klären Schicksale, denn 60 Prozent der Gefundenen können wir identifizieren." Die Institution mit einem Jahresetat von rund 40 Millionen Euro finanziert sich zu drei Vierteln aus Spenden, Sammlungen, Mitgliedsbeiträgen und Nachlässen. "Die Spendenbereitschaft ist noch da. Klar ist, dass sie zurückgeht, aber die internationalen Bundeswehreinsätze erzeugen ein neues Bewusstsein", betonte der Volksbund-Chef.

Seit 2006 wurden die Bundesmittel laut Führer von 3,5 Millionen Euro nach und nach aufgestockt. Rund zehn Millionen Euro erhält der Volksbund in diesem Jahr vom Bund, 2012 sind es elf Millionen Euro. Der Volksbund zählt derzeit rund 160 000 Mitglieder. Nach dem Krieg lag die Zahl noch bei 700 000.

Der Volksbund erwartet für 2012 Kriegsgräberabkommen mit Serbien und der Tschechischen Republik, «weil Tschechien sonst das einzige Land in der Europäischen Union ohne Abkommen wäre», betonte Führer. Auch in Weißrussland gebe es diesbezüglich Bewegung.

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