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Vögel werden kältester Nacht des Winters trotzen

Wetter Vögel werden kältester Nacht des Winters trotzen

Frostige Temperaturen herrschen in Hessen - doch mit der Eiseskälte kommen zumindest viele Vögel im Land prächtig zurecht. "Weil die natürlich ihren Thermo-Anorak immer an Bord haben: Durch das Gefieder können die ganz gut Wärme abspeichern", erklärte Klaus Richarz, Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

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Vögel halten die klirrende Kälte problemlos aus. Foto: Wolfram Steinberg/Archiv

Frankfurt/Offenbach. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartete von Donnerstag auf Freitag die kälteste Nacht dieses Winters - mit Tiefstwerten von bis zu minus 20 Grad.

"Dort, wo Schnee liegt und kein Wind geht, kann die Marke durchaus erreicht werden", sagte ein Sprecher des DWD am Donnerstag. In der Nacht zum Donnerstag wurden in Hessen Werte zwischen minus 10 Grad in Frankfurt und minus 17 Grad am Hoherodskopf im Vogelsberg gemessen. An anderen Orten Deutschlands sanken die Thermometer sogar noch weiter. Der DWD registrierte zum Beispiel in Marienberg im Erzgebirge minus 20,6 Grad. Der Frost soll auch die nächsten Tage anhalten.

Amseln oder Rotkehlchen plustern sich bei Minusgraden auf. Mit ihrer runden Form verkleinern sie die Oberfläche, das Luftpolster wirkt wie ein Wärmepuffer. "Sonst hilft auch Kuscheln", sagte Richarz in Frankfurt. Der Baumläufer etwa stecke seinen Kopf gerne mit Artgenossen zusammen. "Man sieht da quasi nur ein Federknäuel." Manche Vögel treibe der Kälteeinbruch auch noch verspätet in den Süden. Vor kurzem etwa seien rund 4.000 Kraniche von Brandenburg über Hessen geflogen. Ihr Ziel sei vermutlich Frankreich oder Spanien.

dpa

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