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Verkürzter Weg zum Abi: Bei G8 bleiben Schüler häufiger sitzen

Schulen Verkürzter Weg zum Abi: Bei G8 bleiben Schüler häufiger sitzen

Bei der verkürzten Gymnasialzeit G8 bleibt in Hessen ein deutlich höherer Anteil der Schüler sitzen als beim neunjährigen Weg zum Abitur (G9). Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Wiesbaden. In der neunten Klasse mussten demnach bei G8 im Schuljahr 2010/2011 genau drei Prozent der Schüler das Jahr wiederholen, das waren 651 Schüler. Bei G9 lag die Quote mit 1,5 Prozent nur halb so hoch - dies waren 16 Schüler. Ähnlich deutliche Unterschiede zwischen G8 und G9 bei den Versetzungen gibt es auch von der fünften bis zur achten Klasse.

Der Grünen-Abgeordnete Mathias Wagner nannte die Zahlen am Donnerstag "besorgniserregend". Die - inzwischen auch von der schwarz-gelben Regierungskoalition befürwortete - Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sei daher umso wichtiger. "Weniger Leistungsdruck und Stress sind nötig, deshalb muss G8 vollständig zurückgenommen werden", verlangte Linken-Fraktionschefin Janine Wissler.

Das Kultusministerium wies die Kritik umgehend zurück. "Die Zahlen sind schlichtweg nicht vergleichbar", sagte Sprecher Christian Henkes. Die Zahl der erfassten G9-Schüler sei statistisch gesehen zu gering.

dpa

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