Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
Verfassungsschutz will Akteneinsicht geben

Extremismus Verfassungsschutz will Akteneinsicht geben

Bei den Ermittlungen des Generalbundesanwaltes zu den Neonazi-Morden will der hessische Verfassungsschutz rasch Einsicht in seine Akten geben.

Voriger Artikel
Brennender Lastwagen - Vollsperrung auf A5
Nächster Artikel
Noch immer kein Regen in Sicht - Bauern in Sorge

Der Verfassungsschutz will Einsicht in seine Akten geben. Archivfoto: Uli Deck

Wiesbaden . Die Frage werde binnen weniger Tage geklärt, sagte der Sprecher der Behörde am Dienstag in Wiesbaden. Am vergangenen Freitag waren bereits zwei Vertreter der Bundesanwaltschaft zu einer Vorbesprechung in Wiesbaden gewesen. Die obersten Ermittler des Bundes interessieren sich für einen früheren Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes.

Der Mann war 2006 kurz vor oder sogar während der tödlichen Schüsse auf den türkischstämmigen Betreiber eines Internet-Cafés am Tatort gewesen. Ermittler hatten damals umfangreich geprüft, ob der Mann in den Mord verwickelt sein könnte, zuletzt hatten sie ihn aber entlastet.

Zu klären seien vor allem technische Details, ob die Akten in Wiesbaden eingesehen oder herausgegeben werden, sagte der Sprecher des Verfassungsschutzes. Fast alle fraglichen Dokumente unterliegen der Geheimhaltung.

Unterdessen berichtete die «Hessenschau» des hr, der Verfassungsschützer habe zwei V-Leute in der rechtsextremistischen Szene in Hessen geführt. Einer habe vor seiner Anwerbung mehrmals an Treffen in Thüringen teilgenommen. Eins davon sei vom "Thüringer Heimatschutz" organisiert worden, aus dem sich mutmaßlich die Zwickauer Terrorzelle entwickelt hat. Beim Verfassungsschutz war der Mitarbeiter nach den Vorgängen von 2006 suspendiert worden, er arbeitet als Beamter im Regierungspräsidium Kassel.

Voriger Artikel
Nächster Artikel