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Verein entschädigt Missbrauchsopfer der Odenwaldschule

Kriminalität Verein entschädigt Missbrauchsopfer der Odenwaldschule

Die Missbrauchsopfer der Odenwaldschule sollen nun entschädigt werden. 

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Die Stiftung hat erste Zahlungen geleistet. Foto: Marius Becker/Archiv

Heppenheim. Der Verein „Glasbrechen" zahlt pro gestelltem Antrag 7.000 Euro - und verlangt von der Odenwaldschule noch 200.000 Euro, da die von der Schule und von Altschülern schon zur Verfügung gestellte Summe von 60.000 Euro „bei weitem nicht" ausreiche.

„Die 7.000 Euro können nur ein Anfang sein", sagte der Vorsitzende des Opfervereins, Adrian Koerfer, am Mittwoch. Ein solcher Betrag reiche nicht für Therapien oder für sogenannte Nachteilsausgleiche.

Ein Bericht von Sonderermittlern nannte 132 Opfer, vor allem in den Jahren 1965 bis 1985, missbraucht von damaligen Lehrern. Opfer-Vertreter nennen eine Dunkelziffer von bis zu 1.000 Opfern. Wie viele Anträge auf «Schmerzensgeld» eingegangen sind, wollte Koerfer nicht sagen. Dies erfahre auch die Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim nicht, auch keine Namen. Eine von der Odenwaldschule beschlossene Stiftung „Brücken bauen" zur Entschädigung der Missbrauchsopfer soll mit 500.000 Euro ausgestattet werden.

dpa

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