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Hessen Verbraucherzentrale muss weiter sparen
Mehr Hessen Verbraucherzentrale muss weiter sparen
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16:00 18.12.2011
Finanzielle Einschnitte - auch in 2012. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Frankfurt. Im Bundesdurchschnitt hätten die Verbraucherzentralen 41 Cent pro Einwohner zur Verfügung, in Hessen seien es 23 Cent gewesen. "Für Hessen ist das ein Armutszeugnis." Aktuell müsse die Verbraucherzentrale mit 460 000 Euro weniger auskommen als 2004.

Die Grünen im Landtag warfen der Landesregierung vor, sie lasse die Verbraucherberatung trotz wachsender Aufgaben im Stich. CDU und FDP hätten bei den Haushaltsberatungen mehr Geld für die Verbraucherschützer abgelehnt, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Angelika Dorn, einer Mitteilung zufolge.

Alle Verbraucherzentralen in Deutschland haben im nächsten Jahr weniger Geld zur Verfügung. Ab 2012 müssen sie für kostenpflichtige Beratungen 19 statt bisher 7 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen werden dadurch deutschlandweit etwa 850 000 Euro pro Jahr fällig. In vielen Ländern werden die Gebühren steigen. In Hessen allerdings muss die Verbraucherzentrale nicht die Preise erhöhen: Das Land hat sich bereiterklärt, die anfallenden 60 000 Euro zu übernehmen. «Dafür sind wir sehr dankbar.»

Selbst stemmen muss die Verbraucherzentrale Mehrkosten in Höhe von 90 000 Euro, die durch die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst zustande kommen. "Wir versuchen so zu sparen, dass der Verbraucher wenig davon merkt", sagte Gelbrich. "Wir stecken alles in den Beratungsbereich." Es werde weniger spezialisierte Referenten geben («unsere Mitarbeiter müssen thematisch noch flexibler sein») und keinen Justiziar, "der für uns Abmahnungen oder Musterklagen schreibt2. In der Frankfurter Zentrale wird eine Büroetage aufgegeben, "die verbliebene Büros werden nach Schichtplan belegt".