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Verband warnt vor Zwei-Klassen-Versorgung von Behinderten

Verbände Verband warnt vor Zwei-Klassen-Versorgung von Behinderten

Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) warnt vor einer Zwei-Klassen-Versorgung von behinderten Menschen in Hessen. Sollten Kommunen künftig die so genannte Eingliederungshilfe selbst übernehmen, würden sich die finanziellen Leistungen in den Städten und auf dem Land unterschiedlich entwickeln, sagte Andreas Jürgens (Grüne), erster Beigeordneter des LWV in Kassel, der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Fahnen des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV) wehen in Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Hintergrund ist, dass das Land Hessen wegen des Bundesteilhabegesetzes die Zuständigkeiten neu regeln muss.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist bisher Aufgabe des LWV. Einige Städte würden dies aber gern in die eigene Hand nehmen. Sie argumentieren, besser helfen zu können. Zudem sind große Städte meist Nettozahler. Sie entrichten an den LWV mehr Geld, als für Menschen mit Behinderung ausgegeben wird, die bei ihnen leben. Bei einer Behindertenhilfe in kommunaler Hand werde sich ein Zwei-Klassen-System entwickeln, sagt der LWV: Behinderte Menschen in der Stadt bekämen dann bessere Leistungen als auf dem Land.

Bisher leistet der Landeswohlfahrtsverband Eingliederungshilfe für 57 800 Menschen in Hessen. Er finanziert soziale Leistungen bei betreutem Wohnen, für Menschen in Wohnheimen, in Tages- und Werkstätten. Darunter fällt beispielsweise psychosoziale Betreuung. Dem LWV standen im vergangenen Jahr insgesamt 1,97 Milliarden Euro zur Verfügung.

dpa

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