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Verband: Alkoholverbot gefährdet 1000 Arbeitsplätze an Tankstellen

Gesundheit Verband: Alkoholverbot gefährdet 1000 Arbeitsplätze an Tankstellen

Ein Alkoholverbot in der Nacht gefährdet nach Einschätzung der Tankstellenbetreiber 1000 Arbeitsplätze in Hessen.

Frankfurt/Laubach. Wenn keine Spirituosen mehr verkauft werden dürfen, müssten viele Betriebe nachts schließen, sagte der Geschäftsführer des Verbands des Tankstellen- und Garagengewerbes in Deutschland, Hartmut Görges, am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Für die rund 1200 Tankstellen im Hessen bedeute das Verbot bis zu 20 Prozent Umsatzeinbußen und viele Betriebe müssten schließen, erklärte Görges. "Wenn kein Alkohol mehr verkauft werden darf, kommen die Kunden erst gar nicht mehr in die Geschäfte." Schon heute stünden die Betriebe unter einem enormen Kostendruck. Alleine vom Verkauf von Benzin und Diesel könne kein Geschäft überleben. "Pro Liter Sprit verdienen die Betreiber gerade mal 1,2 Cent. Das reicht nicht mal, um die Stromkosten zu bezahlen", sagte Görges.

Ein Verkaufsverbot für Alkohol in den Nachstunden sei für die Betriebe verheerend. "Dann müssen die Nachtschichten massiv zurückgefahren werden. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist das zwingend", klagte Görges. Schichten ab 22 Uhr rechneten sich dann vermutlich für rund 70 Prozent der Betriebe nicht mehr. "Diese Schichten würden dann wegfallen."

Die Auswirkungen der Verbote in Baden-Württemberg seinen immens gewesen. Eine Hochrechnung habe ergeben, dass die Betriebe dort Umsatzeinbrüche von rund 18 Prozent verkraften mussten. Außerdem sei es nicht überzeugend, dass wegen solcher Verbote wirklich Komasaufen und Freiluftpartys eingedämmt würden.

Die SPD hatte im Landtag einen Gesetzesentwurf eingebracht, nach dem wie in Baden-Württemberg beispielsweise in Tankstellen oder Kiosken zwischen 22 und 5 Uhr der Verkauf von Alkohol untersagt werden soll.

dpa

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