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VGH verhandelt über Schwimmunterricht für muslimisches Mädchen

Prozesse VGH verhandelt über Schwimmunterricht für muslimisches Mädchen

Muss ein muslimisches Mädchen am gemischten Schwimmunterricht teilnehmen? Diese Frage beschäftigt heute den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Die Elfjährige will vom Schwimmen befreit werden.

Kassel. Es gehe nicht allein darum, dass sie sich wegen der Glaubensvorschriften nicht im Badeanzug zeigen wolle, sagte ein VGH-Sprecher. Die Klägerseite führt auch an, dass das Mädchen beim Schwimmen andere leichtbekleidete Schüler sehen würde. Hinsichtlich der Bekleidung des Mädchens verweist die Schulbehörde darauf, dass es mittlerweile islamkonforme Badebekleidung gibt - sogenannte Burkinis (Ganzkörperbadeanzüge).

Laut VGH gibt es unter Umständen einen Anspruch auf Befreiung, wenn es der Schule nicht gelingt, getrennten Unterricht anzubieten. Das habe das Bundesverwaltungsgericht in den 1990er Jahren entschieden.

dpa

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