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Urteil gegen Flughafen-Attentäter Uka wegen Mordes rechtskräftig

Urteile Urteil gegen Flughafen-Attentäter Uka wegen Mordes rechtskräftig

Das Urteil gegen den islamistischen Attentäter Arid Uka wegen des tödlichen Anschlags auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen ist rechtskräftig. Wie der Bundesgerichtshof am Dienstag mitteilte, wurde Ukas Revision als unbegründet verworfen.

Karlsruhe/Frankfurt/Main. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte den 22-Jährigen im Februar wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit ist eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren ausgeschlossen (Az.: 3 StR 202/12). Es war der erste islamistisch motivierte Terroranschlag auf deutschen Boden, wie der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung gesagt hatte.

Uka hatte am 2. März 2011 in einem Bus am Frankfurter Flughafen zwei amerikanische Soldaten aus nächster Nähe erschossen und zwei andere lebensgefährlich verletzt. Nur eine Ladehemmung seiner Pistole verhinderte, dass er noch mehr Menschen tötete. Er hatte schon einem fünften Soldaten ins Gesicht gezielt und abgedrückt. Der Mann blieb unverletzt und half dabei, den Attentäter festzunehmen.

Mit dem Anschlag wollte der im Kosovo geborene Frankfurter nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts einen Beitrag zum "Dschihad" (Heiligen Krieg) leisten und den Einsatz der Soldaten in Afghanistan verhindern. Uka war kein Mitglied einer Terrorgruppe, sondern hatte sich im Internet selbst radikalisiert. Die Verteidigung hatte eine Revision beantragt, weil sie Uka nicht für einen dschihadistischen Terroristen, sondern für einen Amokläufer hielt.

In seiner Urteilsbegründung hatte aber der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel betont, Uka habe zwar "hasserfüllt, aber wohl überlegt" gehandelt. Er sei voll schuldfähig gewesen und habe die Mordmerkmale der Heimtücke und der niederen Beweggründe erfüllt. Er habe die ihm völlig unbekannten Soldaten, die mit einem Bus auf dem Weg zur US-Luftwaffenbasis Ramstein waren, zu Objekten seines Hasses gemacht.

dpa

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