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Hessen Unwetter in Osthessen: Fuldaer Bahnhofshalle unter Wasser
Mehr Hessen Unwetter in Osthessen: Fuldaer Bahnhofshalle unter Wasser
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12:36 23.05.2014
Die Feuerwehr versucht einen überschwemmten Bahnhof zu reinigen. Quelle: H. Abel
Fulda

Betroffen war vor allem Fulda. Bis zu 40 Liter Niederschlag pro Stunde und Quadratmeter seien gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mit. "Das war ein sehr ordentliches Unwetter", beurteilte Magdalena Bertelmann vom DWD in Offenbach. Normal seien etwas über 50 Liter in einem gesamten Monat. Gegen 21.00 Uhr war eine Gewitterfront mit Starkregen über Osthessen hinweggezogen.

Etwas früher am Abend habe es auch im Odenwald heftig geregnet, 30 Liter pro Quadratmeter seien dort gefallen, teilte der DWD mit. Im späteren Verlauf des Abend erwischte es auch die Region südlich von Kassel und weitere osthessische Orte.

In Fulda wurden auch außergewöhnlich viele Blitze registriert, etwa 100 in einer Stunde, wie die DWD-Sprecherin sagte. "Der Himmel über Fulda war zeitweise hell erleuchtet", beobachtete der Fuldaer Feuerwehr-Chef Thomas Helmer. Einsätze wegen eingeschlagener Blitze und Bränden blieben aber aus. Das Hauptproblem waren die Wassermassen. Die untere Ebene der Eingangshalle des Fuldaer Bahnhofs stand nach Polizei-Angaben zehn Zentimeter unter Wasser. Straßen und Wege wurden überspült.

Die Abflüsse und Kanalisation waren mit den Regenmengen überfordert, so wurden viele Gullideckel hochgedrückt. In der Innenstadt schoss das Regenwasser wie in kleinen Fontänen von unten nach oben aus den Schächten. Zahlreiche Keller liefen voll. Die Feuerwehr musste 38 mal wegen des Unwetters ausrücken.

Wie hoch der Sachschaden ist, könne nicht beziffert werden, teilte die Feuerwehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Im osthessischen Neuhof mussten zwei Straßen wegen abgeknickter Bäume gesperrt werden.

Deutschlandweit rumste und regnete es am heftigsten allerdings in Norddeutschland bei Kiel. Dort fielen laut DWD um die 50 Liter pro Quadratmeter. Aber auch Niedersachsen und Baden-Württemberg waren gebietsweise betroffen.

dpa