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Umfrage: Schwarz-Grün ohne Mehrheit

Parteien Umfrage: Schwarz-Grün ohne Mehrheit

In Hessen soll am 28. Oktober ein neuer Landtag gewählt werden. Die schwarz-grüne Koalition hat einer Umfrage zufolge allerdings keine Mehrheit mehr. CDU und Grüne sehen die Werte als Ansporn für das Wahljahr, wie sie erklärten.

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Landeswappen-Tier von Hessen in schwarz-grün.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Etwa neun Monate vor der Landtagswahl in Hessen hat die amtierende schwarz-grüne Regierungskoalition einer Wahlumfrage zufolge keine eigene Mehrheit mehr. Wie der am Freitag veröffentlichte "Hessentrend" ergab, müssen CDU und Grüne im Vergleich zur Befragung vor einem Jahr Verluste hinnehmen. Für SPD und FDP habe die repräsentative Umfrage ein Plus ergeben, teilte der Hessische Rundfunk (hr) in Frankfurt mit. In Hessen soll am 28. Oktober ein neuer Landtag gewählt werden.

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CDU auf 31 Prozent der Wählerstimmen. Nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des hr würden 13 Prozent für die Grünen stimmen. Beide Parteien liegen damit jeweils um einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.

Die SPD legt leicht auf 25 Prozent zu (plus 1 Prozentpunkt zur Vorjahresumfrage). Die Linke könnte mit unverändert 8 Prozent rechnen, die FDP ebenfalls mit 8 Prozent (plus 2 Prozentpunkte) und die AfD käme auf 12 Prozent (minus 2 Prozentpunkte). Mit dem Einzug der Alternative für Deutschland wären erstmals sechs Parteien im hessischen Landtag vertreten. Im Vergleich zur Landtagswahl 2013 würden CDU und SPD deutlich an Stimmen einbüßen, während Grüne, FDP, Linke und AfD zulegen könnten.

Die CDU bezeichnete das Umfrageergebnis in einer ersten Reaktion als Ansporn. "Die CDU ist klar stärkste Kraft in Hessen", erklärte Generalsekretär Manfred Pentz. Die Union liege in fast allen Politikfeldern vor den Mitbewerbern. "Mit 31 Prozent sind wir aber nicht zufrieden, sondern sie sind ein Ansporn für die kommenden Monate."

Die Grünen teilten mit, sie lägen zwei Punkte über ihrem Wahlergebnis von 2013 und dem aktuellen Bundeswert, dies verleihe zusätzlichen Schwung für das Wahljahr. "Die für den Spitzenpolitiker einer kleineren Partei herausragenden Beliebtheitswerte von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir tragen ebenfalls dazu bei, dass wir das Jahr 2018 als drittstärkste Kraft mit großer Zuversicht beginnen", erklärten die Vorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose. Al-Wazir gelangte bei der Frage der Zufriedenheit mit Politikern mit 54 Prozent auf Platz zwei hinter Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Anders als im übrigen Deutschland hat der Erhebung zufolge die Flüchtlings- und Integrationspolitik bei den Hessen an Brisanz verloren. Das Thema rutschte bei der Frage nach den wichtigsten Problemen auf den zweiten Platz (30 Prozent, minus 15 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). Platz eins nimmt nun die Bildungspolitik ein (41 Prozent, plus 14 Prozentpunkte).

Mit der Landesregierung sind mehr als die Hälfte der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden (53 Prozent). Oppositionsführer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) konnte allerdings in der Beliebtheit gegenüber Bouffier Boden gutmachen: Wenn die Hessen den Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würde Bouffier nur noch fünf Prozentpunkte vor Schäfer-Gümbel liegen: Der Amtsinhaber kommt in der Umfrage auf 45 Prozent (minus 3 Prozentpunkte), der Oppositionsführer auf 40 Prozent (plus 5 Punkte). Im Vorjahr hatte der Abstand noch 13 Prozentpunkte betragen.

dpa

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