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Trockenheit lässt Grundwasserstände sinken

Wetter Trockenheit lässt Grundwasserstände sinken

Die extreme Trockenheit in diesem Herbst hat die Grundwasserstände in Hessen kräftig sinken lassen. „Dramatisch ist es aber nicht”, sagte Wolf-Peter von Pape vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden der Nachrichtenagentur dpa.

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Nach langer Regenpause ist der Wasserstand gesunken. Foto: Fredrik von Erichsen

Wiesbaden . Anfang des Jahres seien die Grundwasserstände sehr hoch gewesen, so dass das aktuelle Niveau nur etwas unterdurchschnittlich sei.

Entlang des Rheins sei das Grundwasser zusammen mit dem Flusspegel gesunken. Einige Messstellen hätten die niedrigsten Stände seit 20 Jahren. Das bedeute aber nicht, dass bereits extreme Situationen vorliegen. Im Herbst gebe es in der Regel die niedrigsten Grundwasserstände. «Das Grundwasser reagiert erst nach mehreren trockenen Jahren», sagte von Pape. Je nach Untergrund brauche Regen zwischen einigen Stunden bis zu vielen Jahren, um zum Grundwasser vorzudringen.

Falle er auf einen gepflügten Acker oder auf Sandboden, dauere das nur ein paar Tage. Noch schneller geht es im Ringgau bei Eschwege - dort rauscht der Regen sofort durch den Muschelkalk. Viel länger brauchen die Tropfen in der Wetterau, wo sie zuerst durch die meterdicke Lehm- und danach durch eine Tonschicht nach unten sickern. „Dort dauert das viele Jahre”, sagte von Pape.

Zum Auffüllen der Vorräte sei Regen vor allem im Winter wichtig. Dann könne mehr Wasser in den Boden sickern, weil wegen der Kälte nicht so viel verdunste. Pflanzen hätten ihr Wachstum eingestellt und brauchten dann deutlich weniger Wasser als im Frühjahr und Sommer.

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