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Sturmtief erreicht Hessen: Zugausfälle und leichte Schäden

Wetter Sturmtief erreicht Hessen: Zugausfälle und leichte Schäden

Der Sturm hat am Mittag auch Hessen erreicht. Im Bahnverkehr kam es zu Ausfällen. An einigen Schulen gab es keinen Unterricht.

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Auf Deutschland kommt ein Sturm zu. Der DWD warnt vor Orkanböen. Foto: Marcel Kusch

Kassel/Frankfurt/Offenbach. Die ersten Böen des Sturmtiefs "Friederike" haben am Donnerstagmittag in Hessen leichte Schäden und Behinderungen im Bahnverkehr verursacht. Im nordhessischen Gilserberg sei ein Ast auf ein Auto gestürzt, in dem Menschen saßen, erklärte ein Sprecher der Polizei in Kassel. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg und nördlich von Kassel seien Bäume umgestürzt. Meldungen über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte gewarnt, dass es in vielen Teilen Deutschlands Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde geben könnte. In Hochlagen kann es noch heftiger werden. Gefahr droht aber nicht nur durch das Sturmtief, sondern auch durch glatte Straßen.

"Friederike" wird der Vorhersage zufolge in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen über Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und am Nachmittag bis nach Sachsen und Südbrandenburg ziehen. Es gelten Unwetterwarnungen.

Wegen des Sturms fiel in einigen Orten Mittel- und Nordhessens der Unterricht aus. Die Schulen könnten selbst darüber entscheiden, sagte Volker Karger, Leiter des Schulamtes in Gießen. Dort waren vor allem der Landkreis Gießen und der Vogelsbergkreis von Ausfällen betroffen. Rund ein Viertel der Schulen hatte geschlossen.

Auch im Zugverkehr gab es Einschränkungen: Die Bahn hatte den Fernverkehr auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main am Vormittag eingestellt. Auf der Strecke Hannover-Würzburg sei zudem ein Baum in eine Oberleitung gestürzt und es stehe nur ein Gleis zur Verfügung, sagte ein Bahnsprecher am Mittag. Die Kurhessenbahn in Nordhessen habe ihren Verkehr eingestellt. Die Hessische Landesbahn stoppte den Verkehr auf einigen Linien, beispielsweise zwischen Dillenburg und Siegen.

Normalbetrieb herrschte zunächst am Frankfurter Airport. Allerdings seien die Auswirkungen des Sturms auf andere Flughäfen spürbar, sagte ein Fraport-Sprecher. Flugabsagen und Umleitungen in Städten wie Amsterdam, Köln und Bonn träfen auch Frankfurt. Die Zahl der Annullierungen bewege sich mit 25 bei 1230 Flügen aber im normalen Rahmen.

Nach Einschätzung eines DWD-Experten dürfte "Friederike" nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief "Xavier" im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried. Bei "Xavier" waren im Herbst sieben Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste getötet worden, der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt.

In Regionen, in denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

dpa

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