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Streit um Gartenschau: Erste Bäume werden in Gießen gefällt

Kommunen Streit um Gartenschau: Erste Bäume werden in Gießen gefällt

Nach der Niederlage der Landesgartenschau-Gegner vor Gericht sind am Freitag in Gießen die ersten Bäume gefällt worden.

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Erste Bäume sind in Gießen gefällt worden. Foto: Emily Wabitsch/Archiv

Gießen . Nach Angaben der zuständigen Gesellschaft sei eine Fläche von 500 Quadratmetern gerodet und zunächst lediglich eine Pappel gefällt worden. Außerdem habe das Gartenamt aus Gründen der Verkehrssicherheit zwei weitere Bäume abgesägt. Bis spätestens Mitte März sollen noch mehr als 170 weitere Bäume gefällt werden.

Zuvor waren die Gegner der Gartenschau mit einem Eilantrag gescheitert, das Fällen der Bäume zu verhindern. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte am Donnerstag eine Beschwerde der Initiatoren eines Bürgerbegehrens zurückgewiesen.

Das Verwaltungsgericht Gießen hatte vorher entschieden, dass das Bürgerbegehren gegen die im Jahr 2014 geplante Landesgartenschau zumindest teilweise zulässig ist: Die Richter verboten der Stadt vorerst, weitere Kredite für die Schau aufzunehmen. Allerdings erklärten sie das Bürgerbegehren gegen die Bauarbeiten für unzulässig. Dagegen waren die Gartenschau-Gegner in die nächste Instanz gezogen - erfolglos.

"Die ersten Bäume sind gefällt worden, aber das ist kein Grund aufzugeben", sagte Martina Lennartz von der Bürgerinitiative auf Anfrage. Die Bürgerinitiative lehnt die Gartenschau mit dem Argument ab, sie sei zu teuer für die hoch verschuldete Stadt. Außerdem wehren sich die Kritiker dagegen, dass für die Blumenschau Dutzende Bäume weichen sollen. Die Befürworter der Gartenschau versprechen sich hingegen große Chancen für Gießens weitere Entwicklung.

"Es muss jetzt zügig weiter gearbeitet werden. Das Zeitfenster ist sehr eng", sagte Ludwig Wiemer, Geschäftsführer der LGS GmbH. Es werde noch eine weitere Fläche in der Größe von 1500 Quadratmetern gerodet. "Die dafür benötigten Genehmigungen liegen seit Mitte Januar vor", sagte er laut Mitteilung.

dpa

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