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Hessen Stada-Chef sieht keine Gefahr einer Übernahme
Mehr Hessen Stada-Chef sieht keine Gefahr einer Übernahme
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09:32 04.08.2015
An Stada gebe es derzeit kein Interesse von Käufern, sagte Retzlaff. Quelle: D. Reinhardt/Archiv
Bad Vilbel

"Da bremst vermutlich unser Russlandgeschäft." Russland ist für das auf Nachahmermedikamente (Generika) spezialisierte Unternehmen aus Bad Vilbel nach Deutschland der zweitwichtigste Ländermarkt. Die Krise in Russland drückt bei Stada auf die Erlöse.

Da durch die Pharmabranche schon seit längerem eine Übernahmewelle rollt, wird in Branchenkreisen immer wieder auch über einen Kauf von Stada spekuliert. Deutschland ist einer der größten Märkte für Generika weltweit.

Retzlaff hält den Sinn von Übernahmen bei Generika-Herstellern indes für begrenzt. "Bei Generika macht ja jeder im Grunde das Gleiche", sagte er. "Die Pipelines mit dem Produktnachschub sind ähnlich und die so beschworenen Synergieeffekte sind aus meiner Sicht marginal", sagte der Stada-Chef.

"Viele Übernahmen sind für mich eher ein Versuch, Kurspflege zu betreiben." Wenn Übernahmegerüchte aufkeimen, springen in der Regel die Aktienkurse der Unternehmen an - so zuletzt etwa beim israelischen Pharmakonzern Teva, der zuerst beim Konkurrenten Mylan abblitzte und dann beim Generikageschäft von Allergan zuschlug.

dpa