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Spektakuläre Hochhaus-Sprengung mitten in Frankfurt

Kommunen Spektakuläre Hochhaus-Sprengung mitten in Frankfurt

Bei der spektakulären Sprengung des Universitäts-Hochhauses in der Frankfurter Innenstadt werden 950 Kilogramm Sprengstoff aus 1400 Bohrlöchern gezündet. Das Skelett des 116 Meter hohen Gebäudes soll so zunächst kollabieren und das Haus wenige Sekunden später mit einer sogenannten Nord-Süd-Faltung in sich zusammensacken.

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Der AfE-Turm der Goethe-Universität.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Dabei fallen 65 Meter Hochhaus leicht in Richtung Süden und der kürzere Rest gen Norden, wie Sprengmeister Eduard Reisch am Dienstag in Frankfurt erläuterte. Die Sprengung ist für Sonntag, den 2. Februar, um 10.00 Uhr geplant. Je nach Wetter wird mit Tausenden bis Zehntausenden Zuschauern gerechnet.

"Hier wird jetzt Europas höchster Turm gesprengt", sagte der Chef der städtischen Wohnungsbauholding ABG, Frank Junker. Die Kosten dafür bezifferte er auf "einen nennenswerten siebenstelligen Betrag".

Auf den rund 9500 Quadratmetern um den Turm, in dem Generationen von Geisteswissenschaftlern studierten, sollen zwei neue Hochhäuser gebaut werden, 100 und 140 Meter hoch. Darin sind Büros und Gewerbe vorgesehen. Das Areal um den AfE-Turm ("Abteilung für Erziehungswissenschaft") gehört zu dem Gelände, auf dem bis 2019/2020 der sogenannte Kulturcampus entstehen soll. Das ist eine Mischung aus Büros, Wohnungen, Gewerbe und Kultur.

"Die Bebauung ist sehr eng und unmittelbar", beschrieb Sprengmeister Reisch die Umgebung des Beton-Gebäudes mit Gasleitung, U-Bahn und denkmalgeschützten Gebäuden wie dem Senckenberg-Museum. Mehrere Gutachten hätten ergeben: "Ja. Man kann so ein Gebäude mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sprengen, ohne dass es zu Schäden an Personen oder benachbarten Gebäuden kommt."

Helfen soll dabei eine Verkleidung von Gebäudeteilen mit dickem Vlies und bis zu sechs Meter hohe eigens errichtete Wälle. Zusammen mit dem Gebäude werden zudem Wasserkanister gesprengt, um die Staubentwicklung zu reduzieren. Etwa die Hälfte der rund 50 000 Tonnen Beton und Stahl, die nach der Sprengung übrig sein werden, sollen in den alten Sockel des Hauses gefüllt werden, um das Fundament zu beschweren.

dpa

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