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Spedition brennt: 500.000 Euro Schaden

Brände Spedition brennt: 500.000 Euro Schaden

Ein Feuer bei einer Speditionsfirma im nordhessischen Diemelstadt-Wrexen hat einen geschätzten Schaden von einer halben Million Euro angerichtet.

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Symbolfoto: Die Feuerwehr rückte am Mittwochmorgen mit 85 Mann zu einem Einsatz in Diemelstadt aus.

Quelle: Friso Gentsch/Archiv

Diemelstadt. (Update 12.11 Uhr). Eine komplett heruntergebrannte Werkstatthalle einer Speditionsfirma und etwa 500.000 Euro Schaden - das ist die Bilanz eines Großbrands am Mittwochmorgen in Diemelstadt-Wrexen. Gegen 4.45 Uhr hatte ein Lkw-Fahrer festgestellt, dass es in der Halle brannte. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, stand die Halle bereits komplett unter Flammen. Nach einer Stunde bekamen die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle.  
Die Wohngebäude blieben unbeschädigt, es wurde auch niemand verletzt. Da in der Halle jedoch Lkw-Reifen, Gasflaschen, Farben und Lacke gelagert waren, wurden Anwohner zwischenzeitlich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Seit 10 Uhr besteht für die Bevölkerung laut Polizei jedoch keine Gefahr mehr. Zur Brandursache konnte die Polizei bislang keine Angaben machen, Hinweise auf eine Brandstiftung gab es vorerst nicht. Wegen einer möglichen Einsturzgefahr stand zunächst auch nicht fest, ob die Halle betreten werden kann.
Feuerschein lenkte schon aus der Ferne den Blick der gegen 4.45 Uhr alarmierten Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge in Richtung Diemelstadt-Wrexen, Hermann-Scipio-Straße. Dort, gegenüber einem Mehrfamilienhaus, steht die als Waschanlage für Lastwagen sowie als Lager und Werkstatt genutzte Halle zwischen Wohn- und Büro-Gebäude der Familie Varlemann und der unmittelbar angrenzenden Werkstatt lichterloh in Flammen.

Feuerwehr hat Brand nach einer guten Stunde unter Kontrolle

Wegen des Ausmaßes des Feuers und der enormen Rauchentwicklung wurden neben Diemelstädter Feuerwehren ein Löschzug mit Drehleiter der Kameraden vom Stützpunkt Bad Arolsen herbeigerufen, später rückte auch die Feuerwehr Warburg mit der Drehleiter aus, um vom rückwärtigen Hof die Flammen zu bekämpfen.

Bei dem Einsatz der rund 80 Feuerwehrleute unter Leitung von Diemelstadts Stadtbrandinspektor Volker Weymann aus Bad Arolsen, Warburg, Rhoden, Wrexen, Helmighausen, Orpethal und Wethen ging es zunächst darum, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und die angrenzende Werkstatt zu verhindern. Der Fahrer eines Lastzugs hatte den Brand zuerst bemerkt. Er wollte seine erste Fahrt am frühen Morgen beginnen. 
Da schlugen aber auch schon die Flammen aus dem Gebäude und waren Explosionen aus der Halle zu hören. Die rührten wohl von dicken Lkw-Reifen her. Jedoch sind dort auch Heizöl, Gasflaschen, Lacke und Farben gelagert. Alles "Nährstoff" für das Feuer und Gefahrenpotenzial für die eingesetzten Feuerwehrleute, die nur unter Atemschutzgeräten gegen die Flammen vorgehen konnten.

Nachlöscharbeiten laufen

Aus der nahe gelegenen Orpe, aus Hydranten und den Tanklöschfahrzeugen wurde das Wasser zum Löschen in die Schläuche gepumpt. Vorrangig von der Drehleiter wurde das Feuer bekämpft. Das Dach war bereits weitgehend zerstört, und über diesen Weg mussten die Flammen bekämpft werden. Nach gut einer Stunde hatten die Einsatzkräfte den Brand weitgehend unter Kontrolle. Die Rettungssanitäter, die sich bereithielten, mussten nicht in Aktion treten.

Nun laufen die Nachlöscharbeiten und beginnt das große Aufräumen. Die Halle wurde völlig zerstört. Der Betrieb der Spedition, die noch über einen Logistikstützpunkt an der Autobahnanschlussstelle verfügt, war nach ersten Erkenntnissen nicht größer beeinträchtigt. Allerdings mussten aus dem Gefahrenbereich an der brennenden Halle Fahrzeuge weggefahren werden. Nun haben auch die Brandermittler der Polizei zu tun.

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