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Hessen Siemens baut die Züge für Rhein-Ruhr-Express
Mehr Hessen Siemens baut die Züge für Rhein-Ruhr-Express
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14:49 26.03.2015
Siemens wird 82 Züge für den Nahverkehr bauen. Quelle: Siemens/VRR/Archiv
Essen

Den Zuschlag bekam der Technologiekonzern Siemens, der das günstigste Angebot vorgelegt hatte.

Die Züge sollen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Ballungsraum mit rund zehn Millionen Einwohnern von Ende 2018 an schneller, pünktlicher und bald auch in dichterem Takt verkehren als bisher.

Dazu ist auch ein massiver Ausbau des Schienennetzes für - nach älteren Zahlen - rund zwei Milliarden Euro geplant. Bisher sind viele Pendlerzüge zwischen Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet Tag für Tag überfüllt.

Schon vor dem Einsatz der neuen Wagen seien ab Ende 2016 zusätzliche Zug-Angebote etwa auf der stark belasteten Strecke Düsseldorf-Köln geplant, teilten die Verkehrsverbünde mit.

Die ursprünglich parallel geplante Entscheidung über den künftigen Betreiber der Linien wurde vertagt. Es seien noch Details zu klären, teilten die Verbünde mit. Der Betreiber soll Schaffner und Lokführer für die fünf Regionallinien bereitstellen.

Der Betrieb ist mit knapp 15 Millionen Zugkilometern im Jahr einer der größten Nahverkehrsaufträge Europas. Fünf Bahnunternehmen hatten sich beworben, darunter die Deutsche Bahn (DB Regio), die bisher alle Linien fährt, sowie der britische Konkurrent National Express.

Das Gesamtvolumen des Siemens-Auftrages für Züge und Wartung beträgt 1,7 Milliarden Euro, davon rund 800 Millionen für die Züge, sagte ein Siemens-Sprecher. Das sei ein großer Erfolg für das Bahngeschäft von Siemens und "eine gute Nachricht für Millionen Pendler an Rhein und Ruhr"", sagte der Chef der Siemens-Bahnsparte, Jochen Eickholt. In Dortmund würden in einem neuen Instandhaltungswerk rund 100 Stellen geschaffen.

Die künftigen RRX-Doppelstockzüge haben durchgehend 800 Sitzplätze. Die bisherigen Züge bieten nur zwischen 400 und 720 Sitzplätze. Entschieden hatten drei Verkehrsverbünde aus NRW sowie aus dem angrenzenden Rheinland-Pfalz Nord und Nordhessen.

dpa