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Sechs Jahre Haft für angeblichen Krupp-Erben

Prozesse Sechs Jahre Haft für angeblichen Krupp-Erben

Weil er als angeblicher Alleinerbe der Großindustriellen-Familie Krupp mindestens 480 000 Euro erschwindelt hat, ist ein Hochstapler zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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Frankfurt/Main. Das Landgericht Frankfurt zählte 79 Fälle und fünf Geschädigte des 53-Jährigen, die teilweise ihr komplettes Vermögen verloren hatten. "Sie können froh sein, dass aufgrund einer Gesetzesänderung kein Betrüger mehr in die Sicherungsverwahrung kommen kann", sagte der Vorsitzender Richter Christopher Erhard am Freitag in seiner Urteilsbegründung.

Der vorbestrafte Mann hatte zwischen 2008 und Mitte vergangenen Jahres verschiedenen Bekannten immer wieder eine Geschichte aufgetischt: Er sei der unehelicher Sohn des verstorbenen Firmenchefs der Stahldynastie Krupp und stehe unmittelbar vor einer Erbschaft von bis zu 55 Milliarden Euro. Allerdings brauche er dringend noch Geld, um die Anwalts- und Gerichtskosten im Erbschaftsprozess zu bezahlen.

Alleine von einem Betrogenen ergaunerte er sich mit der Masche über zwei Jahre 198 000 Euro. Zum Beweis für seine Geschichte legte der Mann zusammengeschneiderte Gerichtsschreiben oder Notariatsurkunden vor. Deshalb wurde er auch noch wegen Urkundenfälschung verurteilt.

In seinem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. In dem Verfahren hatte der 53-Jährige zwar ein Geständnis abgelegt, aber sein Vorstrafenregister brachte ihm keine Pluspunkte: Er saß seit 1980 rund 18 Jahre im Gefängnis.

dpa

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