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Schnee und Glätte führen zu Unfällen und Behinderungen

Wetter Schnee und Glätte führen zu Unfällen und Behinderungen

Glatte Straßen haben am Wochenende Autofahrern das Leben schwer gemacht. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Am Frankfurter Flughafen und dem Hauptbahnhof war die Situation dramatisch.

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Ein Schild mit der Aufschrift «Unfall» steht am Straßenrand.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Frankfurt/Main. Schnee und Glatteis haben am Wochenende in weiten Teilen Hessens zu Unfällen und starken Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren nach Angaben der Polizei vor allem die Höhenlagen der Rhön, der Taunus und der Vogelsberg. Menschen wurden in den meisten Fällen nicht verletzt.

Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei aber insgesamt auf mehrere hunderttausend Euro. Selbst in den tiefen Lagen fielen am Sonntag innerhalb weniger Stunden zwischen vier und neun Zentimeter Neuschnee, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Am Frankfurter Flughafen wurden daher bis zum frühen Nachmittag 267 Flüge gestrichen. Hunderte Verbindungen hatten Verspätung. Zwischenzeitlich stand an Deutschlands größtem Drehkreuz nur eine Piste für startende und landende Jets zur Verfügung. Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport bezeichnete die Situation als "dramatisch". Selbst auf den geräumten und gestreuten Bahnen seien wegen des anhaltenden Schneefalls nicht die vorgeschriebenen Bremswerte erreicht worden.

Auch bei der Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen. Die meisten Züge konnten wegen zugeschneiter oder vereister Weichen weder die Bahnhöfe verlassen noch in sie einfahren. Vor allem am Frankfurter Hauptbahnhof war die Situation angespannt. Ein Sprecher des Bahn riet Reisenden, mindestens eine Stunden mehr Fahrtzeit einzuplanen.

In Südhessen zählte die Polizei allein am Sonntag rund 30 Unfälle. In Darmstadt kippte ein Räumfahrzeug um. Mehrere Linienbusse kamen von der Straße ab. Verletzt wurde dabei niemand. Bei Lauterbach (Vogelsbergkreis) verlor ein 44 Jahre alter Mann bei starkem Schneefall die Kontrolle über seinen Wagen und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.

Bereits zu Beginn des Wochenendes hatte es auf glatten Straßen etliche Unfälle gegeben. In den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill rutschten Autos in Straßengräben. Das Polizeipräsidium Mittelhessen nahm mindestens zehn Unfälle auf, die die Beamten auf Glatteis zurückführten. Der Sachschaden lag nach Angaben eines Sprechers bei insgesamt 45 000 Euro.

In Ost- und Westhessen fuhren in der Nacht zum Samstag Autos gegen Verkehrsschilder oder rutschten in Gräben. In Usingen (Hochtaunuskreis) mussten Lastwagen über mehrere Stunden am Straßenrand stehenbleiben. Im Kreis Waldeck-Frankenberg gerieten nach Angaben der Polizei zwei Autos in einen Straßengraben.

Auf einer Landstraße zwischen Ober-Ramstadt und Roßdorf (Kreis Darmstadt-Dieburg) überschlug sich ein Auto. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. "Allerdings blieb es bei dem einen Vorfall, da es in der Region kein flächendeckendes Glatteis oder starke Schneefälle gegeben hat", sagte der Sprecher.

Für die neue Woche gab der DWD zumindest teilweise Entwarnung. Denn ab Montag steigen die Temperaturen auf bis zu neun Grad und es zieht ein Regengebiet über Hessen hinweg. Nur im Bergland könnte laut DWD der Regen bei Temperaturen um null Grad auf dem kalten Boden frieren und wieder für gefährlich glatte Straßen sorgen.

dpa

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