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Hessen Schändung von jüdischem Mahnmal: zwei Männer verurteilt
Mehr Hessen Schändung von jüdischem Mahnmal: zwei Männer verurteilt
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17:35 10.07.2015
Verurteilung wegen Schändung von jüdischem Mahnmal. Quelle: Daniel Naupold/Symbol
Limburg

Sein 24-jähriger Mittäter, der im ersten Prozess in Dillenburg noch freigesprochen worden war, erhielt elf Monate.

Das Gericht befand sie der Volksverhetzung für schuldig. Sie hätten am 9. November 2013, dem 75. Jahrestag der Pogromnacht im Dritten Reich, in Bad Berleburg (Nordrhein-Westfalen) einen Wildschweinkopf mit einem Fleischerhaken an einem Mahnmal befestigt. Im Maul des Schweins wurde eine zerrissene israelische Nationalflagge gefunden. Die Gedenkstätte war mit roter Farbe beschmiert.

Außerdem wurde den beiden zur Last gelegt, siebenmal Transparente mit der Aufschrift "Die ewige Lüge lebt weiter" an unterschiedlichen Orten im Lahn-Dill-Kreis aufgehängt zu haben. Deshalb wurde der Fall in Hessen verhandelt. Genspuren an den Bannern überführten den jüngeren Angeklagten. Verteidigen ließen sich die Angeklagten von einem Ex-NPD-Landesvize in Hessen und einem ehemaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Republikaner.

dpa