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SPD: Irmer-Vergleich mit Asylbewerbern "zynisch"

Landtag SPD: Irmer-Vergleich mit Asylbewerbern "zynisch"

Neue Debatte um Äußerungen von Hans-Jürgen Irmer: Der als Rechtsaußen der CDU-Fraktion geltende Abgeordnete hat die schlechten Arbeitsbedingungen im Landtag mit den Unterkünften von Asylbewerbern verglichen.

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Irmer sorgt mit seinem Asyl-Vergleich für Aufregung.

Quelle: F. Rumpenhorst/Archiv

Wiesbaden. Die Mitarbeiter der Ministerbüros seien während der Plenarwoche im Landtag in einem maximal zehn Quadratmeter großen Zimmer "menschenunwürdig" untergebracht. Einem Asylbewerber stehe dagegen pro Kopf sechs Quadratmeter zur Verfügung, heißt es in einem am Donnerstag bekanntgewordenen Brief Irmers an die SPD.

"Zynisch" sei diese Parallele, meinte die Oppositionspartei. "Dieser Vergleich sagt mehr über Ihr Weltbild als über den Sachverhalt, um den es geht", antwortete der parlamentarische Geschäftsführer Günter Rudolph in einem Schreiben. Irmer wollte mit seinem Brief die SPD und andere Fraktionen dafür gewinnen, für die Mitarbeiter der Minister größere Räume zu finden.

Irmer, 62-jähriger Oberstudienrat aus Wetzlar, ist Vizechef und schulpolitischer Sprecher der Fraktion. Er hatte zuletzt Anfang Februar für eine heftige Debatte im Landtag gesorgt, nachdem er im heimischen Lahn-Dill-Kreis Flüchtlingen "Asylmissbrauch" und "Einwanderung in die Sozialsysteme" vorgeworfen hatte. Neben den Grünen war anschließend auch CDU-Fraktionschef Michael Boddenberg auf Distanz gegangen. Mit Irmer seien "intensive Gespräche" geführt worden, sagte er damals der dpa.

dpa

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