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Rund 140 Islamisten in IS-Kampfgebiete ausgereist

Terrorismus Rund 140 Islamisten in IS-Kampfgebiete ausgereist

Aus Hessen reisen weniger gewaltbereite Islamisten in IS-Kampfgebiete aus. Seit November 2015 habe es rund zehn Ausreisen gegeben, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Wiesbaden. Die Ausreisedynamik habe sich verringert. Insgesamt lägen den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse zu rund 140 Islamisten aus Hessen vor, die in Richtung Syrien oder Irak gereist sind, um dort mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) oder anderen Terrorgruppen zu kämpfen.

80 Prozent der Ausgereisten seien Männer und 20 Prozent Frauen gewesen, erklärte der Minister. Das Durchschnittsalter habe 26 Jahre betragen. Die jüngste Person war 15 und die alteste 48 Jahre alt. Knapp 20 seien bei der Ausreise noch Schüler gewesen. Rund zwei Drittel der ausgereisten Islamisten besitze einen deutschen Pass und gegebenenfalls noch eine weitere Staatsangehörigkeit. Etwa 85 Prozent haben den Angaben zufolge einen Migrationshintergrund. Der überwiegende Teil der Menschen stamme aus dem städtischen Milieu.

Auch wenn es derzeit keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen gebe, bestehe weiter eine hohe Gefährdung durch den islamistischen Extremismus und Terrorismus, betonte der Minister. Nach seinen Angaben werden rund 4150 Menschen in Hessen vom Landesamt für Verfassungsschutz dem Islamismus zugeordnet und davon etwa 1650 Leute als Salafisten eingestuft.

dpa

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