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Hessen Revision nach Automatensprengung: Verringerte Strafen
Mehr Hessen Revision nach Automatensprengung: Verringerte Strafen
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18:02 04.08.2016
Hanau

Sein 54 Jahre alter Komplize bekam vier Jahre und zehn Monate statt fünf Jahre. Er ist bereits im offenen Vollzug. Den Vorwurf des versuchten Mordes sah das Gericht bestätigt.

In dem Prozess ging es um eine Explosion, die sich am 17. September 2013 um 1.30 Uhr in Wittighausen-Gaubüttelbrunn (Baden-Württemberg) ereignet hatte. Die beiden Verurteilten hatten dort einen Fahrkartenautomaten in die Luft gejagt, um an das Geld zu kommen. Bei der Detonation wurde ein Komplize lebensgefährlich verletzt. Statt dem Verletzten ärztliche Hilfe zukommen zu lassen, waren sie mit ihm fast zwei Stunden durch die Gegend gefahren. Nachdem der Komplize aus dem bayerischen Zeitlofs gestorben war, legten sie die Leiche auf dem Bahnhofsvorplatz von Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) ab, 120 Kilometer vom Tatort entfernt. Erst dann riefen sie die Polizei.

Der Bundesgerichtshof hatte die neue Verhandlung angeordnet, weil die Verurteilung im ersten Prozess im Juli 2014 nicht ausreichend begründet worden sei. Das Strafmaß verringerte sich für die beiden Männer nun aufgrund der langen Verfahrensdauer.

dpa