Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Rentsch verlässt EBS-Stiftungsvorstand

Hochschulen Rentsch verlässt EBS-Stiftungsvorstand

Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) hat sich aus dem Vorstand der Stiftung zur Förderung der European Business School (EBS) zurückgezogen. "Er hat dies mit seiner neuen Position als Wirtschaftsminister begründet, um gar nicht den Vorwurf entstehen zu lassen, es könnte zu einem möglichen Interessenkonflikt zwischen seinem Sitz im Stiftungsvorstand und seinem Amt als Wirtschaftsminister kommen, auch wenn der Stiftungsvorstandssitz keinerlei operative Verantwortung bedeutet", sagte ein Ministeriumssprecher auf dpa-Anfrage.

Voriger Artikel
Ehefrau mit Kochtopf niedergeschlagen
Nächster Artikel
Bouffier sagt im NSU-Untersuchungsausschuss aus

Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden/Frankfurt/Main. Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau" (Dienstag).

Bereits vor zwei Wochen habe Rentsch an die EBS geschrieben, dass er seinen Sitz - ein Ehrenamt - niederlege, sagte der Sprecher. Das Ministerium fördert nach seinen Angaben derzeit noch das automobilwissenschaftliche Institut AIM (Automotive Institute for Management) der EBS. Dies sei im Haushalt 2012 mit 300.000 Euro veranschlagt. Im ersten Haushalt, für den Rentsch die Verantwortung für sein Ressort trage - also 2013/2014 - werde die Förderung an die EBS nicht aufrecht erhalten, erklärte der Sprecher. Sie erfolge dann über das House of Logistic und Mobility und nicht mehr direkt an die EBS.

Die private Elitehochschule steht wegen ihres Umgangs mit Landesgeld in der Kritik. So prüft das Wirtschaftsministerium, ob die EBS ihre Mittel ordnungsgemäß verwendet hat. Möglicherweise muss die Hochschule erneut öffentliches Geld an das Land zurückzahlen.

Das Land hat den Aufbau der Juristischen Fakultät der EBS mit fast 25 Millionen Euro unterstützt. Nach Überprüfung durch das Wissenschaftsministerium musste die Hochschule im vergangenen Jahr fast eine Million Euro zurückzahlen, weil das Geld anderweitig ausgegeben worden war. Die EBS hatte im April vergangenen Jahres ihren Chef Christopher Jahns vor die Tür gesetzt. Gegen ihn wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft Anklage wegen Untreue erhoben. Jahns, der die Vorwürfe bestreitet, liegt auch im juristischen Clinch mit seinem alten Arbeitgeber.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel