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Hessen Regierung will Bürgerproteste bei Energiegipfel einbeziehen
Mehr Hessen Regierung will Bürgerproteste bei Energiegipfel einbeziehen
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18:05 27.05.2015
Bürgerinitiativen äußern Protest gegen Suedlink. Quelle: Uwe Zucchi/Archiv
Wiesbaden

Die Energiewende sei jedoch ohne Alternative, sagte der grüne Energieminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch im Landtag. Es könne nur noch um das "Wie" gehen, wie etwa den Verlauf von Trassen.

Der überparteiliche Energiegipfel war 2011 auf Initiative der damaligen schwarz-gelben Regierung organisiert worden. Al-Wazir bekräftigte die Absicht des Landes, bis 2050 den Strom- und Wärmebedarf zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen zu decken.

Die FDP-Opposition verlangte einen "Bürgerenergiegipfel". Vor Ort hätten sich bereits viele CDU-Kommunalpolitiker dem Widerstand gegen landschaftszerstörende Windräder angeschlossen, sagte Fraktionschef Florian Rentsch.

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel forderte die Union auf, sich nicht wegzuducken. Sie müsse zum Beispiel im Rheingau - in Eltville gibt es am Sonntag einen Bürgerentscheid zur Windkraft - aktiv für die Energiewende werben.

Linke-Fraktionschefin Janine Wissler hielt der CDU vor, gezielt vor Ort Emotionen gegen die Windkraft zu schüren. Der CDU-Abgeordnete Peter Stephan verwies dagegen darauf, dass die große Mehrheit der Bevölkerung hinter der Energiewende stehe.

dpa