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Q-Fieber - Schafherde muss in Stall

Tiere Q-Fieber - Schafherde muss in Stall

Eine mit dem Q-Fieber infizierte Schafherde sorgt in Gießen für Aufregung. Das Verwaltungsgericht in der mittelhessischen Stadt entschied am Mittwoch, dass der Schäfer seine Tiere in einem Stall unterbringen muss.

Gießen. Er war gegen eine entsprechende Verfügung des Landkreises Gießen vergeblich mit einem Eilantrag vorgegangen. Allerdings kam ihm der Kreis nach dem Gerichtsbeschluss entgegen: Der Schäfer muss nicht mehr die ganze, etwa 300 Tiere starke Herde wegsperren, sondern nur die trächtigen Schafe, wie eine Sprecherin sagte. Denn von ihnen gehe die höchste Ansteckungsgefahr aus. (Az.: 7 L 994/12.GI).

Anfang April war der Erreger in der mittlerweile geimpften Herde festgestellt worden. Sechs Menschen sollen sich mit dem Bakterium angesteckt haben. Die Infektionskrankheit hat grippeähnliche Symptome und ist meist harmlos, kann aber für Schwangere oder geschwächte Menschen riskant sein.

Nach Angaben des Kreises verbreitet sich der Erreger besonders schnell bei der Geburt der Lämmer - er gelangt vor allem über Mutterkuchen und Fruchtwasser in die Luft. Deswegen setzte die Behörde dem Schäfer eine Frist, seine Herde in einem geschlossenen Raum unterzubringen. Allerdings sei es nicht mehr nötig, alle Tiere drinnen zu halten, erklärte die Kreissprecherin. Die Herde weidet auf einer unzugänglichen Wiese auf einer Deponie. Die trächtigen Tiere kommen dort nun zunächst in einer Gerätehalle unter, die zum Stall umfunktioniert wird.

dpa

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