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Hessen Prozess um spektakulären Selbstmordversuch an Tankstelle
Mehr Hessen Prozess um spektakulären Selbstmordversuch an Tankstelle
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17:35 30.09.2015
Frankfurt/Main

Dabei fuhr er Ermittlungen zufolge eine Zapfsäule um und beschädigte auch den Verkaufsraum erheblich. Den Versuch, sich an einer anderen Säule mit Benzin zu übergießen und anzuzünden, habe eine Angestellte vereitelt, die die Benzinzufuhr abstellte. Anschließend flüchtete der Mann über die Autobahn und gefährdete zahlreiche Autofahrer. Nachdem er von einem Fahrzeug erfasst und schwer verletzt wurde, konnte er festgenommen werden.

Vor Gericht äußerte sich der Mann am ersten von sechs Verhandlungstagen noch nicht zu den Vorwürfen. Im Laufe der Ermittlungen hatte ein psychiatrischer Sachverständiger eine "paranoide Schizophrenie" (Verfolgungswahn) bei ihm festgestellt. Die Staatsanwaltschaft erhob deshalb auch keine Anklage, sondern reichte bei der Schwurgerichtskammer den Antrag auf Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus ein.

Weil die Bediensteten und Kunden der Tankstelle zum Zeitpunkt der Tat arg- und wehrlos gewesen seien, geht die Antragsschrift von einem Mordversuch und darüber hinaus von Brandstiftung aus.

dpa