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Prozess um falsche Umweltzertifikate

Prozesse Prozess um falsche Umweltzertifikate

Im Frankfurter Prozess um Steuerbetrug mit Umweltzertifikaten in Millionenhöhe haben die meisten Angeklagten in ihren Schlussworten die Tat bedauert und sich reumütig gezeigt.

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Die Angeklagten zeigten Reue vor dem Landgericht. Foto: Uli Deck/Symbol

Frankfurt . Vor dem Landgericht äußerten sich vier der sechs Angeklagten. Die Wirtschaftsstrafkammer, die seit August in einem der bislang umfangreichsten Strafverfahren der vergangenen Jahrzehnte in Frankfurt verhandelte, will am Mittwoch das Urteil verkünden.

Ein 55 Jahre alter Mitangeklagter, dem Steuerhinterziehung von rund elf Millionen Euro zur Last gelegt wird, bezeichnete den Einstieg in den Handel mit den Zertifikaten als "größten Fehler meines Lebens". Er habe sich damit «den Erfolg meiner bisher geleisteten ehrlichen Arbeit» zunichte gemacht und stehe beruflich und privat vor einem Scherbenhaufen.

Den Männern werden Straftaten mit einem Gesamtschaden in Höhe von rund 230 Millionen Euro zur Last gelegt. Sie ließen sich im Zusammenhang mit dem Zertifikatehandel von deutschen Finanzämtern Umsatzvorsteuer erstatten, die vorher niemals gezahlt worden war. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb für die Manager Haftstrafen von bis zu achteinhalb Jahren beantragt.

Ein 28 Jahre alter Mitangeklagter, der mit drei Jahren und neun Monaten die niedrigste Strafe erhalten soll, erinnerte am Montag an seine Hilfe beim Aufklären der Betrügereien. "Ich habe großen Schaden angerichtet und deshalb die Gelegenheit genutzt, einiges wieder geradezurücken."

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