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Prozess um Anlagebetrug mit Walnussbäumen: Millionenschaden

Prozesse Prozess um Anlagebetrug mit Walnussbäumen: Millionenschaden

Ein Anlagebetrug in großem Stil mit Walnussbäumen in Griechenland steht seit Mittwoch im Mittelpunkt eines Prozesses gegen einen 54-Jährigen in Frankfurt. Der Anklage zufolge war der Kaufmann aus Griechenland dafür verantwortlich, dass rund 140 Geldanleger im Zeitraum zwischen 2013 und 2015 mehr als zwei Millionen Euro verloren.

Frankfurt/Main. Sie kauften die von ihm angepriesenen Bäume zum Stückpreis von 500 Euro, die nach 25 Jahren abgeholzt und als Edelholz vermarktet werden sollten. Als Jahresrendite wurde ihnen 14 bis 15 Prozent des Anlagebetrages versprochen. In Wirklichkeit aber flossen höchstens rund 23 Prozent in das griechische Edelholzprojekt.

Drei weitere Geschäftsleute der betrügerischen Firma wurden bereits zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren und zwei Monaten verurteilt. Der Grieche hielt sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch in seiner Heimat auf und konnte erst im Mai dieses Jahres nach Deutschland ausgeliefert werden. Zum Prozessauftakt gab er an, bei dem Walnussprojekt habe alles seine Richtigkeit gehabt. Einen Vorschlag des Gerichts, das Verfahren bei einer Haftstrafe zwischen vier und viereinhalb Jahren vorzeitig zu beenden, lehnte er ab.

Der Angeklagte wie auch die bereits verurteilten Mittäter kannten sich aus gemeinsamen Zeiten beim betrügerischen Anlageunternehmen "S&K". Dort war der Grieche unter anderem als Vertriebsleiter tätig. Die Wirtschaftsstrafkammer hat vorerst drei Verhandlungstage eingeplant wund will den Prozess in der kommenden Woche abschließen.

dpa

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