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Hessen Prozess: Millionenbetrugmit  "Lebensprognosen" im Internet
Mehr Hessen Prozess: Millionenbetrugmit  "Lebensprognosen" im Internet
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15:32 07.06.2016
Ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht» und «Amtsgericht». Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main

Die Anklage legt den heute zwischen 29 und 56 Jahre alten Angeklagten zur Last, zwischen August 2006 und September 2007 auf ihrer Homepage für "Lebensprognosen" geworben zu haben. Der Hinweis auf 59 Euro Gebühren pro erteiltem Auftrag habe aber gefehlt. Mehr als 25 500 Kunden überwiesen in der Folge insgesamt rund 2,1 Millionen Euro.

Dreh- und Angelpunkt am ersten Verhandlungstag war der Umstand, dass sich die Ermittlungen bis zur Verfahrenseröffnung rund zehn Jahre in die Länge gezogen hatten. Es mussten zahlreiche Gutachten erstellt werden, darüber hinaus war die Wirtschaftsstrafkammer mit dem komplexen Verfahren überlastet. Dies wird dazu führen, dass alle Angeklagten trotz des hohen Schadens voraussichtlich mit Bewährungsstrafen davonkommen werden. Dem Hauptangeklagten stellte der Vorsitzende Richter für den Fall eines Geständnisses bis zu zwei Jahre zur Bewährung in Aussicht. Der ursprünglich auf 16 Verhandlungstage bis Ende September vorausterminierte Prozess dürfte sich dadurch erheblich verkürzen.

Ursprünglich sollte auch der Geschäftsführer der betrügerischen Internet-Firma als achter Angeklagter vor Gericht. Er hält sich jedoch offenbar in Asien auf und konnte deshalb nicht geladen werden.

dpa