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Hessen Polizei verfolgt Motorradfahrer mit Kamera
Mehr Hessen Polizei verfolgt Motorradfahrer mit Kamera
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12:03 22.06.2018
Ein Beamter erklärt Innenminister Peter Beuth die Motorräder. Im Einsatz werden die Streifen in zivil sein. Quelle: Innenministerium
Wiesbaden

Die Motorräder sollen für die Aktion in zivil zum Einsatz kommen. Die Bilder der Kameras sollen so hochauflösend sein, dass damit beweissichere Aufnahmen erstellt werden können. Damit soll dann Fehlverhalten im Verkehr zur Anzeige gebracht werden. An den beliebten Motorradstrecken am Edersee, im Vogelsberg oder auch im Odenwald gebe es "eine große Anzahl von berechtigten Bürgerbeschwerden".

Auch bei blockierten Rettungsgassen könnte das Videomaterial im Nachhinein laut Innenministerium zum Einsatz kommen. Innenminister Beuth sagt: "Die Polizei hat nun dank dieser Innovation die Möglichkeit – ohne Zeitverlust – Verstöße auf der Fahrt zur Unfallstelle beweissicher aufzuzeichnen."

Bereits zwölf Polizeiautos mit Kameras im Einsatz

Zu diesem Zweck hatte die Polizei in Hessen bereits seit November 2017 zwölf Streifen mit Front- und Heckkamera im Einsatz. Im vergangenen Jahr habe jeder vierte Verkehrstote auf einem Motorrad oder Roller gesessen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Zahl der getöteten motorisierten Zweiradfahrer stieg 2017 um sieben Personen und lag bei 55. Die Gesamtzahl getöteter Personen lag bei 213. Bei nahezu 75 Prozent aller Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern kam es zu Personenschäden.

Auf Hessens Straßen starben 19 Personen weniger als noch im Vorjahr und damit so wenige Menschen, wie noch nie seit Erhebung der Statistik. Die Zahl der Gesamtunfälle in Hessen ist um 8.881 Fälle (+6,3 Prozent) auf 150.014 Verkehrsunfälle gestiegen.