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Politik Weseranrainer verschieben Entscheidung über K+S-Pipeline
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19:32 03.12.2018
Hannover/Kassel

Trotz aller Anstrengungen durch K+S und die Länder sei es nicht möglich gewesen, bereits jetzt eine Entscheidung über die Notwendigkeit der Pipeline zu treffen.

Die Produktion des MDax-Konzerns hängt maßgeblich von der Entsorgung von Salzrückständen ab. Einer der wichtigsten Entsorgungswege ist die Werra, die in die Weser mündet. Mit einer Pipeline aus dem osthessischen Kalirevier könnte K+S direkt in die Weser einleiten. Doch das Projekt ist mit 200 Millionen Euro teuer und bei Umweltschützern umstritten. Vor zwei Jahren hatten die Anrainerländer der FGG daher einen Plan zur Salzreduzierung in Werra und Weser beschlossen. Die Pipeline gilt dabei nur als Option, die Werra zu entlasten, wenn andere Schritte nicht greifen. 2018 sollte das geprüft werden.

Diese Entscheidung wurde nun auf Mitte 2019 vertagt. Dabei nähmen die Weserländer zur Kenntnis, dass auch K+S die Salzbelastung ohne Pipelinebau reduzieren wolle, heißt es. Positiv äußerten sie sich zu bisher erreichten Fortschritten. Dazu gehöre unter anderem die Inbetriebnahme einer Anlage zur Abwasserreduzierung durch K+S und der vereinbarte Verzicht auf die Versenkung von Salzabwasser im Untergrund ab 2022. Auch bei der Abdeckung der Salzhalden in Osthessen liege K+S im Zeitplan. Die salzhaltigen Ausschwemmungen der Halden gelten neben den Produktionsabwässern als großes Umweltproblem.

Mitglied in der FGG sind Niedersachsen, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern.

dpa

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