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Werbung für Schwangerschaftsabbruch: Ärztinnen angeklagt

Medizin Werbung für Schwangerschaftsabbruch: Ärztinnen angeklagt

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat die Staatsanwaltschaft Kassel Anklage gegen zwei Frauenärztinnen erhoben. Die Medizinerinnen aus der nordhessischen Stadt sollen auf ihrer Internetseite Schwangerschaftsabbruch als medizinische Leistung angegeben haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte.

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Das Schild «Amtsgericht Kassel».

Quelle: Swen Pförtner/Archiv

Kassel. Zuvor hatte der Radiosender Hit Radio FFH über die Anklageerhebung berichtet.

Der Fall erinnert an die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die Ende November wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden. Dies hatte eine Debatte darüber ausgelöst, ob der Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs geändert werden sollte. Das Gesetz verbietet unter anderem wegen eines Vermögensvorteils Dienste für einen Schwangerschaftsabbruch zu bewerben.

Den beiden Ärztinnen aus Kassel sei die Einstellung des Verfahrens in Aussicht gestellt worden, wenn sie die umstrittene Passage von der Homepage ihrer Gemeinschaftspraxis entfernten, teilte die Staatsanwaltschaft Kassel weiter mit. "Dies wurde von beiden Beschuldigten abgelehnt." Nun müsse das Amtsgericht entscheiden, ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt.

dpa

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