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Politik Tausende Schüler fordern radikalen Wandel der Klimapolitik
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16:45 15.03.2019
Junge Teilnehmer einer «Fridays for Future»-Demonstration, hier in Stuttgart. Quelle: Sebastian Gollnow/Archiv
Frankfurt/Main

Am internationalen Protesttag der Bewegung "Fridays for Future" haben hessenweit Tausende Schüler für einen radikalen Wandel in der Klimapolitik demonstriert. Allein in Frankfurt gingen am Freitag nach Schätzungen der Polizei insgesamt rund 5000 Jugendliche auf die Straße. Mehrere hundert von ihnen blockierten in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Kreuzung und legten damit kurzzeitig den Auto- und Straßenbahnverkehr lahm. Eine zweite Demonstration zog quer durch die Innenstadt zum Römerberg. Vor der Alten Oper war eine Schweigeminute für die Opfer des Klimawandels geplant. Die Veranstaltung verlief laut Polizei zunächst friedlich.

Politische Unterstützung erhielten die Demonstranten unter anderem von SPD, Grünen und Linken. SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel bezeichnete die Kundgebungen als richtigen und wichtigen Weg. "Es sind die Kinder und Jugendlichen, die morgen die Konsequenzen dessen tragen müssen, was wir heute versäumen", sagte er. Die Grünen im Landtag riefen dazu auf, die Forderungen der Jugendlichen ernst zu nehmen und danach zu handeln. "Es ist großartig zu sehen, wie eine ganze Generation von Schülern für ihre Zukunft auf die Straße geht und sich nicht mit Lippenbekenntnissen abspeisen lässt", sagte Grünen- Klimaschutz-Sprecherin Martina Feldmayer.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) lud die Mit-Initiatorin der Aktion, die Schwedin Greta Thunberg, nach Frankfurt ein. "Ich teile die Ziele der protestierenden Schüler von ganzem Herzen", schrieb er über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Junge Union Hessen wurde nach eigenen Angaben hingegen von einer Podiumsdiskussion in Frankfurt ausgeladen. Sie warf den Organisatoren eine "mangelnde Diskussionskultur und eine fragwürdiges Demokratieverständnis" vor.

In Mittelhessen protestierten etwa 2500 junge Menschen. Polizeiangaben zufolge zogen allein 1200 Teilnehmer durch Gießen um ihren politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. In Marburg zogen gleich drei Demonstrationszüge durch die Innenstadt, an denen sich insgesamt etwa 900 Menschen beteiligten. In Friedberg (Wetteraukreis) protestierten nach Polizeiangaben etwa 300 Schüler.

Auch im Lahn-Dill-Kreis gingen junge Menschen auf die Straßen. So waren es in Wetzlar 150 Teilnehmer und in Herborn demonstrierten 30 Schüler. In Fulda beteiligten sich rund 200 Jugendliche an der Aktion, in Darmstadt sprach die Polizei von 1800 Demonstranten. In Wiesbaden waren es rund 600 Schüler. In Kassel gingen laut Polizei 1000 Schüler für den Klimaschutz auf die Straße.

Seit Monaten gehen weltweit jeden Freitag Schüler während der Schulzeit für den Klimaschutz auf die Straße. Das Vorbild der Jugendlichen ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Deutschlandweit gab es am Freitag insgesamt rund 200 Demonstrationen.

dpa

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