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Politik Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet
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20:53 22.05.2018
Frankfurt/Main

Ein Abschiebeflug nach Afghanistan ist am Dienstagabend in Frankfurt gestartet. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei. Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass 15 Menschen in dem Flugzeug saßen. Die Abschiebung von zwei anderen Afghanen sei in letzter Minute noch von einem Bundesgericht gestoppt worden.

Rund 120 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben zeitgleich am Flughafen friedlich für einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Dazu aufgerufen hatte Afghan Refugees Movement, eine Gruppe von Exil-Afghanen.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl forderte ebenfalls ein Abschiebungsmoratorium für Afghanistan. Die Sicherheitssituation in dem Land - und besonders in der Hauptstadt Kabul - habe sich in den letzten Wochen nochmals dramatisch verschlechtert, sagte Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl.

"Es ist unerträglich, dass die Innenminister einiger Bundesländer mit stoischer Gleichgültigkeit monatlich einen Abschiebeflieger ansetzen", sagte Burkhardt. Ein Lagebericht des Auswärtigen Amtes sei seit Monaten überfällig, viele Ablehnungen basierten "auf veralteten Herkunftsländerinformationen, mit der Fiktion, es gäbe sichere Gebiete" in Afghanistan.

Regierungsquellen in Kabul hatten am Freitag den geplanten Abschiebeflug bestätigt. Die Ankunft in Afghanistan sei für Mittwochmorgen geplant, hieß es beim Flüchtlingsministerium.

dpa

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